Auch der BTE-Geschäftsführer Axel Augustin betonte im Webmeeting die Notwendigkeit, die Schuh- und Modebranche zu einem frühen Zeitpunkt zusammenzubringen. Allerdings solle man nicht zu häufig zurückblicken: „Wir werden nie wieder in die Zeiten von CPD oder Bread & Butter zurückkommen. Es hat Gründe, dass es die nicht mehr gibt. Der Markt hat sich verändert; früher gab es 30.000 Unternehmen, jetzt sind es 10.000.“ Zudem befinde sich die Branche seit vier Jahren in der Krise. „Eine Vision ist wichtig, aber wir müssen den ersten Schritt machen“ – auch um die Branchen im positiven Sinne ins Gespräch zu bringen.
Für die Igedo Exhibitions, unter anderem Ausrichter der Messen Shoes und Fashn Rooms sowie Lizenznehmer des nachhaltigen Messeformats Neonyt, bezog Geschäftsführerin Ulrike Kähler im Webmeeting von Fashionconsult Stellung: „Wir haben immer betont: Für die, die uns brauchen, sind wir da. Wir bieten professionelle Dienstleistungen und viele interessante Inhalte. Unsere Veranstaltungen sind es wert, dass man kommt und sie sich ansieht.“ Regelmäßig verzeichne man vorab hohe Registrierungszahlen – viele der angemeldeten Besucherinnen und Besucher kämen dann aber nicht. Das sei ein Mangel an Wertschätzung gegenüber den Ausstellern und Key Speakern auf der Messe – „ich halte es für ein absolutes Must, hinzukommen“, so Kähler.
In einem Roundtable hatte die Igedo Exhibitions vergangene Woche die aktuelle Messethematik mit Akteuren aus Mode- und Schuhbranche diskutiert und ein eigenes Konzept vorgestellt. Sie habe das Mandat erhalten, eine frühe Veranstaltung vor den Ordertagen in Düsseldorf zu positionieren, erklärte Kähler. „Die Idee einer solchen neuen Messe unterstütze ich, aber man muss dem Veranstalter dann auch die Chance geben, so etwas zu entwickeln. Das kann nur in Schritten gehen.“
Die Igedo Exhibitions will im Sommer 2024 mit einem ersten neuen Konzept als Kick-off starten. Es soll den Auftakt in die Saison bilden, bevor dann die Orders etwa in Showrooms getätigt werden können. Sie wünsche sich dafür Commitment und Durchhaltewillen, um dieses Konzept in den dann folgenden Saisons weiter ausbauen zu können. „Wir können den roten Teppich ausrollen und den Kuchen bereiten, aber die Menschen müssen es sich anschauen wollen“, so die Igedo-Geschäftsführerin.