Obwohl sich bei vielen die finanzielle Situation verbessert hat, zögern viele Deutsche beim Konsum. Das zeigt der aktuelle „Idealo Sparreport“, für den mehr als 2.000 Verbraucherinnen und Verbraucher befragt wurden. 67% geben an, dass die wirtschaftspolitische Lage ihr Kaufverhalten beeinflusst – etwa durch längere Entscheidungsprozesse oder den gezielten Griff zu europäischen Produkten.
59% der Befragten nehmen weiter steigende Preise wahr, 74% sehen in der US-Zollpolitik einen zusätzlichen Preistreiber. Zwar berichten 38% von einer stabilen und 34% sogar von einer verbesserten finanziellen Lage – doch 76% achten stärker auf ihre Ausgaben. 63% fürchten, mit dem verfügbaren Budget nicht auszukommen.
Gleichzeitig bleibt die Hoffnung auf bessere Zeiten: 51% der Verbraucherinnen und Verbraucher blicken laut Studie optimistisch in ihre finanzielle Zukunft, 39% erwarten positive Effekte durch den Regierungswechsel in Deutschland.
Beim Einkauf setzen immer mehr auf Kontrolle statt Spontankauf: 64% vergleichen vor dem Kauf aktiv Preise – ein Anstieg um 12 Prozentpunkte gegenüber 2024. 60% nutzen dazu gezielt Preisvergleichsportale wie Idealo.
„Trotz verbesserter finanzieller Lage bleibt der Konsum zurückhaltend – Unsicherheit und steigende Preise prägen das Einkaufsverhalten vieler Menschen“, kommentiert Mark Dekan, Managing Director von Idealo.
Auch das Konsumverhalten auf Plattformen wie Temu bleibt ambivalent: 56% haben dort eingekauft, obwohl 54% Zweifel an der Qualität und 40% Sorge wegen möglicher Schadstoffe äußern.
Der Idealo Sparreport erscheint jährlich und liefert einen umfassenden Einblick in das Preis- und Konsumverhalten der Deutschen. Die aktuelle Ausgabe basiert auf einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung durch Kantar im Mai 2025.