Aufgrund verschiedener herausfordernder Krisen ist die Konsumgenossenschaft Weimar in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, wurden deshalb nun die nächsten unternehmerischen Schritte angekündigt: Bis 2025 sollen drei Geschäfte in der Innenstadt geschlossen werden. Weitere könnten folgen.
Neben Krisen wie Corona, Ukrainekrieg, Inflation und Energiekrise machten auch die stark gestiegenen Personalkosten dem Unternehmen zu schaffen. Wie das Geschäftsführer-Duo Maximilian Reich und Constanze Hebestreit dem MDR erzählen, haben sich diese in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt. Auch die Rückzahlung der Corona-Hilfen in Höhe von voraussichtlich 3,6 Mio. Euro drückten das Unternehmen. Und während die Kaufkraft ohnehin zu Wünschen ließ, fließt ein Großteil des Umsatzes von rund 20 Mio. Euro in die kleinen und zunehmend unrentablen Filialen. Folglich sollen diese Standorte – wie das an der Weimarer Schillerstraße – geschlossen werden. Entwarnung gibt es dagegen für das Schuhgeschäft Antilope, dessen Mietfläche sich im Besitz des Unternehmens befindet.
Zwar könne mit erfolgreichen Verhandlungen mit den Vermietern potenziell noch das ein oder andere Blatt gewendet werden, eine nachhaltige Lösung sehen die beiden Geschäftsführer allerdings nicht. „Wenn nicht in ein paar Jahren alle Innenstädte leer sein sollen, müssen sich auch die Eigentümer an die neuen Gegebenheiten anpassen“, sagt das Duo. Vor allem komme es allerdings auf die Konsumentinnen und Konsumenten an, und ob diese ihr Einkaufsverhalten vom Internet zurück in die Einkaufsstraße verlagern.