Für Juni prognostiziert der Gesamtindikator Konsumklima von GfK 8,5 Punkte nach ebenfalls 8,5 Punkten im Mai. Während die Konjunkturerwartung spürbar sowie die Anschaffungsneigung minimal zulegen, büßt die Einkommenserwartung einen Großteil ihrer Gewinne aus dem Vormonat wieder ein. „Die erfreuliche Nachricht in diesem Monat ist sicherlich, dass die Konjunkturaussichten nach Einschätzung der Verbraucher im Mai trotz der Ukraine-Krise wieder Fahrt aufnehmen. Davon profitiert auch die Anschaffungsneigung, wenn auch nur in sehr begrenztem Umfang, und legt minimal zu", schreiben die Experten. Dagegen könne die Einkommenserwartung ihren im Vormonat errungenen Höchstwert seit der Wiedervereinigung nicht behaupten und müsse einen wesentlichen Teil der Zuwächse aus dem April wieder abgeben.Im Gegensatz zu den Verbrauchern sehen derzeit offenbar die Unternehmen größere Risiken durch die Ukraine-Krise, wie der Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im Mai belegt.
Die Einkommenserwartung kann der Höchstwert seit der Wiedervereinigung aus dem Vormonat nicht ganz behaupten. Der Indikator verliert 4,5 Punkte und büßt damit einen Großteil der Gewinne aus dem April wieder ein. Mit aktuell 47,8 Zählern weist er dennoch einen überaus hohen Wert auf und liegt immer noch knapp 14 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert. Nach den Verlusten im Vormonat legt die Anschaffungsneigung im Mai wieder etwas zu. Mit einem Plus von 0,9 Punkten fällt der Zuwachs allerdings sehr moderat aus. Aktuell weist der Indikator 49,5 Zähler auf und liegt damit knapp 12 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert. Damit kann die Konsumneigung ihr ohnehin schon überaus hohes Niveau klar bestätigen.