54 % der im November Befragten geben an, aufgrund der Preissteigerungen Angst zu haben, ihren Lebensstandard zu verlieren (August 2025: 50 %). 78 % erwarten zudem, dass dies erst der Beginn weiterer Preissteigerungen ist.
Händleraktionstage wie Black Friday und Cyber Monday bleiben zwar wichtig, doch verschiebt sich das Verhalten: Laut aktueller HDE-Befragung planen etwas mehr Menschen, diese Tage zu nutzen (Black Friday: 48 %; 2024: 46, Cyber Monday: 36 %; 2024: 34), gleichzeitig wird erstmals ein Umsatzrückgang von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Der Anteil der Spontankäufer:innen sinkt, während sich immer mehr Konsument:innen vorab gezielt über Angebote informieren.
Für Weihnachten selbst kündigen viele Befragte erneut Sparmaßnahmen an. Besonders bei Weihnachtsmarktbesuchen (38 %; 2024: 33 %), Adventskalendern (37 %; 2024: 30 %) und Weihnachtsbäumen (37 %; 2024: 27 %) sollen die Ausgaben geringer ausfallen. 54 % vergleichen Preise stärker als früher, 40 % wollen kleinere Geschenke kaufen. 13 % nutzen dafür asiatische Online-Marktplätze wie Temu oder Shein.
Im angespannten Umfeld behaupten sich vor allem Temu (32 % der Käufe, steigende Bestellhäufigkeit) und Shein (16 %), während Ali Express (9 %) und Wish (7 %) dahinter liegen. Das seit Juni 2025 in Deutschland verfügbare Angebot „Amazon Haul“ kommt bereits auf eine vergleichbare Kaufrate wie Shein (13 %) und wird von 46 % der Befragten als potenziell starke Konkurrenz zu asiatischen Plattformen gesehen – zugleich sind 58 % der Meinung, dass Amazon bereits genügend asiatische Waren im Sortiment hat und kein separater Bereich nötig sei.