Die Gesamtumsätze im zweiten Quartal stiegen um 5,1 %. Im gesamten ersten Halbjahr lag das Umsatzplus bei 4,3 %.
„E-Commerce ist zur wichtigsten Stütze des deutschen Handels in diesem äußerst schwachen Konsumumfeld geworden“, erklärte Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH. Besonders stark wuchsen Waren des täglichen Bedarfs, Drogerieartikel, DIY- und Blumenprodukte sowie Versandapotheken. Auch der Online-Modehandel legte weiter zu.
Von der Entwicklung profitierten vor allem Online-Marktplätze und Herstellerversender. Gleichzeitig gewinnen asiatische Plattformen weiter an Bedeutung. Ihr Anteil am gesamten E-Commerce-Umsatz liegt zur Jahresmitte bei 5,3 %. Im Online-Modehandel entfallen inzwischen mehr als 16 % aller Bestellungen auf Anbieter aus Asien.
Zum neuen 3-Euro-Pauschalzoll auf bestimmte Sendungen aus Drittstaaten äußerte sich der Verband zurückhaltend. „Billigimporten aus Asien wird die Abgabe wenig anhaben“, sagte Alien Mulyk, neue Hauptgeschäftsführerin des BEVH.
Auch Künstliche Intelligenz spielt im Kaufprozess zunehmend eine Rolle. Fast 6 % der Onlinekäufer nutzten KI-Anwendungen zur Informationssuche vor dem Kauf. Der eigentliche Kauf bleibt laut Befragung jedoch überwiegend eine menschliche Entscheidung: Nur 9 % der Befragten wären derzeit bereit, KI-Agenten autonome Einkäufe zu erlauben.