Leiser Abschied aus dem Schuhhandel
Selbstbestimmte Ladenschließungen
- 02.11.2023
- Petra Steinke
- 2 Minuten
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Headerfoto: Still und leise verabschieden sich immer mehr kleinere Unternehmen aus freien Stücken für immer aus dem Schuhhandel. (Foto: Adobe Stock)
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Vor wenigen Monaten sorgte eine Schuhhändlerin aus Nordrhein-Westfalen für Schockwellen in der Branche. Nicole Landgraf, die in vierter Gene-ration das gleichnamige Familien-unternehmen mit Standorten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis führt, gab bekannt, dass sie das Schuhhaus mit seinen neun Geschäften schließen werde. „Die Entscheidung ist uns überhaupt nicht leichtgefallen, zumal keine wirtschaftlichen Gründe maßgeblich waren. Ausschließlich persönliche Gründe und äußere Umstände haben dazu geführt, diesen Schritt zu gehen“, erklärte die 45-jährige Geschäftsführerin. Bewusst habe sie sich für eine frühe Ankündigung des Schrittes entschieden, so Landgraf im Gespräch mit schuhkurier: Bis Ende 2024 sollen alle Läden geschlossen werden. Die Reaktionen der Branche auf die Ankündigung Landgrafs reichten von Überraschung bis Entsetzen. Ein alteingesessenes Familienunternehmen mit Tradition, bestens aufgestellt und dank gut durchdachtem Sortiment sowie kompetenten Mitarbeitenden weit über die Region bekannt, schließt?
Nicole Landgraf berichtete davon, dass die Entscheidung, ihr Unternehmen aufzugeben, über mehrere Jahre gereift sei. Der frühe Tod ihres Vaters im Jahr 2018 habe dazu beigetragen und vor allem auch die Pandemie. „Unser Schwerpunkt lag immer und liegt bis heute im stationären Einzelhandel. Hier haben sich in den vergangenen Jahren grundlegende Dinge verändert. So haben sich die Umsätze im Schuhhandel massiv verschoben. Im E-Commerce werden rund 20% des Umsatzes mit Schuhen deutschlandweit generiert“, erklärte die Unternehmerin, die seit 2005 Geschäftsführerin des Schuhhauses Landgraf ist. Themen wie Personalmangel und politische Unsicherheiten kämen erschwerend hinzu.
Dem Unternehmerpaar Romy und Max Schoenberg war es wichtig, das Heft des Handels in der Hand zu behalten. Sie verabschiedeten sich im Jahr 2019 aus dem Schuh- und Modehandel – nach 35 Jahren. (Foto: Shoes Fifty-6)
Mit ihrem Entschluss ist Nicole Landgraf nicht allein. Viele alteingesessene Schuhgeschäfte verabschieden sich aus dem Markt. 2019 beendete in Saarbrücken das Händlerpaar Romy und Max Schoenberg das Kapitel Schuhund Modehandel. Nach 35 Jahren machten die beiden leidenschaftlichen Unternehmer Schluss. Ihre unter Shoes Fifty-6 firmierenden Häuser galten als Leuchttürme im Handel mit anspruchsvollem, mutigem, individuellem Sortiment. Als sich der Wind drehte und die Frequenz ebenso sank wie das Interesse an Mode, wie Shoes Fifty-6 sie anbot, entschieden sich die Schoenbergs zum Cut. Dass sie es selbstbestimmt tun konnten, war ihnen besonders wichtig. Dass sie sich dank ihrer Entscheidung als Unternehmer nicht mehr mit 3G, 2G oder Lockdowns befassen mussten, darf als glückliche Fügung betrachtet werden. Die Corona-Pandemie beschleunigte die Schließungswelle im Handel. Ende 2022 war für das im ostfriesischen Leer beheimatete Schuhhaus Bockstiegel nach 150 Jahren Schluss. Chefin Insa Uphoff erläuterte die Gründe: Ehemann Cornelius Uphoff wollte beruflich etwas kürzer treten, die Kinder hatten signalisiert, das Familienunternehmen nicht übernehmen zu wollen. „Den Kraftakt, dieses Geschäft alleine weiter zu führen, sah ich für mich nicht“, erklärte Insa Uphoff. Als sich die Gelegenheit ergab, das Haus, in dem sich das Geschäft befindet, zu verkaufen, waren die Weichen gestellt.
Geschichten wie die hier erzählten gibt es zahlreich. Und es gibt unterschiedliche Auslöser für den Abschied aus dem Schuhhandel. Bei weitem nicht immer sind es finanzielle: „Jenseits von Bonitäts- oder Liquiditätsgründen gibt es andere Gründe, die – auch im ANWR-Verbund – Unternehmensaufgaben zur Folge haben: Es gibt beispielsweise keine Nachfolge für das Unternehmen, der Standort ist langfristig nicht zukunftsfähig und wird aufgegeben“, erk lär te die AN WR Group auf schuhkurier-Anfrage. Unterm Strich kommt eine erhebliche Zahl an Unternehmen zusammen, die ohne den Knall einer Insolvenz schließen. Handelsexperte Prof. Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein sieht das Phänomen nicht allein im Schuh- und Modehandel: „Insgesamt reduziert sich die Zahl der Einzelhändler über alle Branchen um rund 5.000 pro Jahr. Anteilig wären das wohl rund 200 Schuh- und Modehändler.“ Heinemann schätzt, dass die Zahl der Unternehmen, die ohne Insolvenz schließen, bei etwa einem Drittel liegen könnte. Offizielle Zahlen und Statistiken dazu gebe es nicht. Als Grund sieht Heinemann in vielen Fällen auch die Vermeidung einer möglichen Insolvenz: „Insolvenz bedeutet heute für viele immer noch Gesichtsverlust. Pleite zu gehen wird immer noch wie eine Schande gesehen. Das gilt es zu vermeiden. Vor allem, wenn noch Immobilienvermögen vorhanden ist, das quasi die Altersversorgung darstellt.“
Das Esslinger Schuhhaus Fischer ist eine Institution. Seit vergangenem Jahr wird das Unternehmen vom Schuhfilialisten Schuh-Beck weitergeführt. (Foto: Redaktion)
Für die Innenstädte und Stadtteile, aus denen alteingesessene Schuhhäuser verschwinden, bedeutet das oft einen herben Verlust. Kundinnen und Kunden vermissen „ihr“ Schuhgeschäft. Oft sind die Beziehungen zur Unternehmerfamilie und den Mitarbeitenden über Jahre gewachsen. Das Schuhhaus und seine Inhaber waren Teil der städtischen Gemeinschaft. Und: „Natürlich bedeutet das weitere Leerstände, für die wahrscheinlich keine Handelsnachnutzungen möglich sind“, so Gerrit Heinemann.
In einigen Städten gibt es inzwischen kein klassisches Schuhfachgeschäft mehr. Hier übernehmen oft Großfilialisten den Standort und die Rolle des Schuhhändlers am Platz. „Multi-Label-Händler werden weiterhin durch Discounter und Mono-Label-Händler, zu denen auch der herstellereigene Einzelhandel gehört, ersetzt. Auch hat die Deichmannisierung immer noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht“, sagt Heinemann.
Ebenso kommt es vor, dass Standorte zwar von den ursprünglichen Inhabern aufgegeben, aber von anderen Schuhhändlern weitergeführt werden. So geschehen beim Esslinger Traditionsunternehmen Schuhhaus Fischer, das seit September 2022 zum Portfolio des Römersteiner Filialisten Schuh-Beck gehört. Aus Altersgründen hatten die Inhaberinnen Christine, Annette und Barbara Fischer ihr Schuhhaus abgegeben. Ingo Hänel, Geschäftsführer von Schuh-Beck, hat den Namen des Esslinger Schuhhauses beibehalten, ebenso das bewährte Sortiment. Lediglich einige modische Spitzen hat er ergänzt, um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen. Strategisch sei die Übernahme richtig gewesen, sagt Hänel.
Trotz dieser geglückten Fortführung eines Traditionsunternehmens nimmt die Zahl der inhabergeführten Läden ab. Bis zu 30% der Einzelhandelsf lächen könnten in den kommenden Jahren – „Worst Case“ – noch abschmelzen, glaubt Handelsexperte Gerrit Heinemann, „sofern die magische Online-Handelsgrenze von 50% bei Non-Food erreicht wird.“ Der Abschmelzung im Schuhhandel steht kaum Wachstum mit neuen Geschäften gegenüber: Bei Neueröffnungen oder Neugründungen verhält sich die Branche sehr zurückhaltend. Ein Schuhgeschäft eröffnen, das ist im Markt die Ausnahme. Heinemann sieht als Ursache dafür auch mangelndes Interesse: „Weil die Kunden das nicht mitmachen, sondern lieber woanders ihre Schuhe kaufen.“
Jochen und Steffanie Schneider haben viel Zeit und Leidenschaft in ihr Familienunternehmen investiert. Künftig will Jochen Schneider seine Frau bei ihrer selbstständigen Tätigkeit als Business Coach unterstützen. (Foto: Foto: Kim Fotografie)
Jochen Schneider hat derzeit viel zu tun. In seinem Geschäft in Tübingen werden die Vorbereitungen für den großen Räumungsverkauf getroffen. Ende des Jahres ist Schluss – nach 159 Jahren. In den Jahren vor der Corona-Pandemie hatten sich der Schuhhändler und seine Ehefrau Steffanie immer häufiger mit der Frage beschäftigt, wie die Zukunft ihres Familienunternehmens aussehen würde. Sie sprachen bei einem gemeinsamen Abendessen mit ihren Kindern, schilderten die Option, das Schuhhaus als sechste Generation weiterzuführen, und gaben ihnen einige Tage Zeit zum Nachdenken. „Es war uns immer wichtig, dass unsere Kinder selbst entscheiden, welchen Weg sie einmal einschlagen“, erklärt Jochen Schneider. „Auch wenn das Unternehmen seit fünf Generationen in Familienhand ist, wollten wir ihnen keinen Druck machen.“ Und als einmal klar war, dass die Eltern nicht verärgert reagieren würden, ganz gleich, wie die Kinder entschieden, fiel es Sohn und Tochter, heute in ihren Zwanzigern, leicht, ihre Antwort zu kommunizieren: Sie hatten andere berufliche Pläne, das Schuhhaus war nicht Teil ihrer Karrierevorhaben. Für die Eltern ist das in Ordnung so. „Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn es anders gekommen wäre“, sagt Jochen Schneider. „Dann hätten wir sofort die Weichen anders gestellt.“ So aber reiften in ihm und seiner Frau nach und nach Überlegungen, einen Exit aus dem Schuhhandel zu planen. Dann kam Corona. Eine Zäsur, auch für die Schneiders. Drei Jahre im Ausnahmezustand. Das Unternehmerpaar packte gemeinsam mit dem 12-köpfigen Team an und stellte sich den Herausforderungen. Gemeinsam bewältigten sie die Pandemie. Aber die Entscheidung, sich aus dem Schuhhandel zu verabschieden, war danach noch konkreter als zuvor. „Unser Genre ist nicht gerade auf der Gewinnerseite“, fasst Schneider die Situation zusammen. „Die Zuwachsraten, die es noch vor Jahren gab, sind derzeit nicht gegeben. Wir werden von Birkenstock aussortiert und von den Sportmarken ignoriert. Die Industrie ist nur noch auf Menge aus – es wird nicht einfacher.“
Vor einiger Zeit nahm Jochen Schneider gezielt Kontakt zu einem Freund aus der Branche auf. Dieser vernetzte ihn mit dem Laupheimer Schuhhändler Patrick Schweizer. Und die beiden Händler wurden sich einig. Im Sommer 2023 wurden die Verträge unterzeichnet: Ab Januar wird das Tübi nger Gesch äftunter dem Namen Schu h Schweizer weitergeführt. Alle Mitarbeitenden bleiben an Bord. Ihnen die Entscheidung mitzuteilen, war schwer gewesen, blickt Jochen Schneider zurück. Für ihn ist der nun eingeschlagene Weg dennoch die beste von allen denkbaren Lösungen. „Alles ist super abgelaufen. Wir haben noch Kaufleute in unserem Markt, mit denen man ehrlich und korrekt arbeiten kann.“ Er sehe sein Unternehmen in guten Händen. Schmerz hat Jochen Schneider mit seiner Entscheidung heute nicht mehr. Trotzdem waren die zurückliegenden Jahre von gedanklichen Aufs und Abs begleitet. Der Händler strich das Filialportfolio, das zu Spitzenzeiten fünf Standorte umfasste, Zug um Zug zusammen. Was blieb, war das Vollsortiment-Geschäft mit 380 qm in Tübingen. „Tübingen war mein Baby“, sagt Schneider. „Aber mit einem Geschäft ist es wie mit Kindern. Man muss sie gehen lassen, auch wenn das manchmal weh tut.“ Der 57-Jährige will sich künftig um seine Immobilienverwaltung kümmern und seiner gleichaltrigen Ehefrau Steffanie den Rücken freihalten. Sie hat sich vor einigen Jahren als Businesstrainerin und Coach einen Namen gemacht und braucht Unterstützung im Backoffice. „Meine Frau hat mir 15 Jahre lang aktiv geholfen. Jetzt bin ich dran“, sagt Schneider. „Bei aller Emotion, die im Unternehmen steckt, freue ich mich auf den neuen Lebensabschnitt.“
Maike und Hayo Galipp-Le Hanne entschieden sich nach einem längeren Prozess, Filialen zu schließen. Sie raten Händlern, emotionslos auf ein Unternehmen und dessen Zukunftsaussichten zu schauen. (Foto: Kim Fotografie)
Das Schuhhaus EGA/Galipp mit Sitz in Berlin und Gifhorn hat in diesem Jahr sein Filial-Portfolio von zuletzt fünf Standorten auf nur noch zwei verkleinert. Vorangegangen war ein langer Entscheidungsprozess des Geschäftsführungsteams aus Maike und Hayo Galipp-Le Hanne und Cousin Alexander Galipp. „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt, weil an den Standorten Havelpark Dallgow, Allee- Center Magdeburg und City-Galerie Wolfsburg die Mietverträge ausliefen. Der Grund ist schlicht, dass wir für diese Standorte keine Wirtschaftlichkeit mehr sehen“, sagt Hayo Galipp-Le Hanne. Eine Verlängerung der Mietverträge um weitere drei bis fünf Jahre wäre aus seiner Sicht zu riskant gewesen: „Wir hätten es mit nicht kalkulierbaren Umsätzen und Kostenentwicklungen zu tun gehabt. Eine Fortführung dieser Standorte war damit nicht planbar.“
Was so nüchtern klingt, ist das Ergebnis umfangreicher Überlegungen. Gespürt habe man schon seit Jahren, dass der Druck steige, sagt Galipp-Le Hanne. Corona habe dann den gesamten Handel getroffen, ebenso der Krieg in der Ukraine. Hinzu gekommen seien Kostensteigerungen unter anderem beim Personal. „Das alles hat dazu geführt, dass wir die Lage nüchtern besprochen und entschieden haben“, sagt Hayo Galipp-Le Hanne. Am Ende habe eine Entscheidung in der Familie gestanden, welche auch die volle Unterstützung der Senioren hatte. „Diese haben uns schon viel früher auf einen solch möglichen Schritt hingewiesen“, sagt Galipp-Le Hanne. Ein weiterer Aspekt sei dabei gewesen, dass die beiden Kinder des Händler-Ehepaars gerade ihre ersten beruflichen Weichen gestellt haben – und zwar jenseits des Schuhhandels. „Selbst wenn sie sich entschieden hätten, unsere Nachfolge anzutreten, hätte dies noch mindestens acht Jahre gedauert. Auch das hat in unsere Überlegungen hineingespielt.“ Der 60-jährige und sein gleichaltriger Schwager Alexander hatten sich der Frage emotionsfrei genähert. Das war bei Ehefrau Maike Galipp-Le Hanne (49) ganz anders: „Ich bin anfangs aus allen Wolken gefallen“, blickt die Händlerin zurück. Nach mehreren Gesprächen habe sie die Entscheidung, drei Standorte zu schließen, zwar mitgetragen, sei aber nicht völlig überzeugt davon gewesen. „Erst heute bin ich dankbar, dass ich zwei Geschäftsführer an meiner Seite habe, die völlig anders ticken als ich und die Dinge nüchtern betrachten konnten. Ich wäre in die falsche Richtung gegangen“, sagt Maike Galipp-Le Hanne.
Mit den drei Schließungen hat sich das Unternehmer-Team von langjährigen Standorten verabschiedet. In Dallgow war man gleich nach der Wiedervereinigung gestartet. Das Geschäft in Wolfsburg gehörte seit 21 Jahren zum Portfolio und der Laden in Magdeburg seit rund 18 Jahren. Damit gab es auch Mitarbeitenden-Teams, die lange im Unternehmen tätig waren. Allen betroffenen Menschen habe man hausintern Lösungen angeboten. Und auch diejenigen, die für die eine solche Variante nicht in Frage kam, hätten schnell neue Anstellungen gefunden, sagt der Unternehmer. „Wir haben aktiv bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt.“ Schwer sei es gewesen, den Mitarbeitenden die Entscheidung mitzuteilen, erzählt Maike Galipp-Le Hanne. „Wir sind so eng mit diesen Menschen, sie kennen meine Kinder, wir haben viel zusammen erlebt. Bei jedem Räumungsverkauf ist man in Trauer. Unser Team, das ist wie eine Familie. Der Abschied war und ist sehr schmerzhaft.“ Künftig will man sich auf das Stammhaus in Gifhorn und die Filiale in Berlin-Spandau konzentrieren. „Wir haben damit immer noch 100% mehr als ein Händler mit nur einem Geschäft“, sagt Hayo Galipp-Le Hanne.
Was rät das Ehepaar Galipp-Le Hanne Kolleginnen und Kollegen, die über ihre Zukunft nachdenken? Für jedes Unternehmen gälten sehr individuelle Bedingungen, die in Zukunftsentscheidungen einbezogen werden müssten, vom Standort über die Positionierung, Einkaufsbedingungen, Logistik- und Kostenstrukturen und Mietvertragslaufzeiten bis hin zu den Overhead-Kosten und die sich daraus ergebenden notwendigen Einnahmen. „Wie ist das Unternehmen aufgestellt, wie sind die Zukunftsperspektiven am Standort oder online, wie viel Geld muss verdient werden? Wie groß ist der Druck, um sich zu konsolidieren? Wie sieht eine realistische und mögliche persönliche Zukunftsplanung aus? Und: Gibt es eine Nachfolge? Es sind viele Fragen, denen man sich ganz nüchtern und emotionslos stellen muss“, sagt Galipp-Le Hanne. Maike Galipp ergänzt: „Ich würde mir wünschen, es würde nicht immer alles schöngeredet. Man sollte sagen, wie ernst die Situation ist, und man sollte den Unternehmerinnen und Unternehmern im Handel nicht vorgaukeln, alles sei wunderbar.“ Manchmal müsse man als Unternehmer Danke sagen für eine schwarze Zahl, auch wenn diese kleiner geworden sei. Und rechtzeitig entscheiden.