Dieses Jahr startete Streb auch einen Onlineshop, vorwiegend als Schaufenster. Es sei der richtige Schritt gewesen. Doch er merkt, wie der E-Commerce vor allem wegen Kleinigkeiten immer wieder zusätzliche Arbeit mit sich bringt: „Gerade gibt es zum Beispiel ein Problem mit Paypal und der Schnittstelle zur Warenwirtschaft, mit dem wir uns beschäftigen müssen.“ Was noch fehlt, seiner Meinung nach aber sehr wichtig ist, sind präzise Angaben über die Größen auf der Website.
Kristin Fitterer (Zehenspiel) macht rund 75 % des Umsatzes mit dem Onlineshop. Es sei rentabel, aber schwierig: „Gerade das Preisgetriebene ist online wesentlich stärker als stationär.“ Anstatt den Preiskampf mitzugehen, macht sie einige Dinge bewusst anders: „Wir verzichten auf kostenlosen Versand, kostenlosen Rückversand, hundertfaches Rückgaberecht. Dafür bieten wir auch besseren Service. Wir geben die Messwerte an und erklären, auf welcher Grundlage wir welchen Schuh empfehlen.“ Das senke die Retourenquote und bringe Kunden, die sich gut beraten fühlen und deswegen zurückkehren.
Trotzdem betont sie: „Mein Herz schlägt für den stationären Handel.“ Erst vor wenigen Tagen hat sie den Laden Barfußschuhe Reutlingen übernommen und erwartet einen Anstieg des stationären Anteils auf bis zu 40 %: „Wir merken, dass es auch stationär noch nach oben gehen kann, und den Weg bestreiten wir.“