„Es schmerzt ungemein“, erklärte Senior-Chef Olaf Christiansen gegenüber den Lübecker Nachrichten. Seit 1959 führte die Familie das Fachgeschäft im Herzen der Hansestadt. Seit 2003 ist Tochter Nina Mitglied der Geschäftsführung.
Die Gründe für die Aufgabe seien vielfältig, so der ehemalige ANWR-Aufsichtsrat Olaf Christiansen. Neben dem wachsenden Onlinehandel nennt er die große Konkurrenz durch Filialisten sowie Ansiedlungen auf der grünen Wiese vor den Toren Lübecks. Zwar habe sich der Umsatz in den vergangenen drei Jahren stabil entwickelt, doch das reiche nicht. „Wir brauchen Wachstum“, so Christiansen, „haben uns jedoch aufgrund der insgesamt nicht ganz einfachen Situation im Schuheinzelhandel bewusst gegen eine Expansion entschieden. Und in unserer Größe können wir die stetig steigenden Kosten nicht mehr auffangen.“ So seien etwa allein die Straßenreinigungsgebühren für das Geschäftshaus in der Innenstadt um 400% auf 4.600 Euro gestiegen. Man habe daher die Reißleine ziehen wollen, bevor es zu spät sei.
Die Familie schließt alle sechs Standorte mit insgesamt 45 Mitarbeitern. Drei Geschäfte – das Haupthaus in Lübeck und zwei Stores in Wismar – werden durch das Hamburger Unternehmen Schuh Bode übernommen und weitergeführt.