Insgesamt zählten die beiden vom 7. bis 9. September parallel stattfindenden Veranstaltungen 20.362 Besucherinnen und Besucher, wovon 57 % aus dem Ausland und 43 % aus Italien kamen. Die Messeteilnehmer reisten aus insgesamt 126 Ländern an. Besonders stark vertreten waren laut den Veranstaltern Fachbesucher aus Spanien, Deutschland, Frankreich, Polen, China, Japan, Nigeria und Südafrika.
Ein direkter Vergleich mit den Besucherzahlen vorangegangener Events ist nicht möglich. Im September 2024 fanden parallel zu Micam und Mipel auch die Materialmesse Lineapelle sowie die Mode- und Schmuckmessen The One Milano und Fashion & Jewels statt. Seinerzeit meldeten die Veranstalter 40.821 Besucherinnen und Besucher.
Mit Blick auf die gerade zu Ende gegangenen Messen sehen sich die Veranstalter in ihrer Ausrichtung bestätigt. Trotz des früheren Termins habe die Septemberausgabe die Aufmerksamkeit der Branche auf sich ziehen können. Auch habe die Zahl der Aussteller zugenommen und liege nun bei 870 (Februar 2025: 850).
Auch auf politischer Ebene wurde die Relevanz der Messen unterstrichen. Giuseppe Valditara, Minister für Bildung und Verdienste, betonte bei seinem Besuch „das Engagement der Regierung für die Unterstützung des Modeproduktionssystems“ und stellte Investitionen in Ausbildung und lokale Fertigung als „Säulen der Wettbewerbsfähigkeit des Made in Italy“ in den Fokus.
Ein besonderes Highlight war die 100. Ausgabe der Micam. Anlässlich des Jubiläums präsentierte das Ministerium für Unternehmen und Made in Italy gemeinsam mit der Ausstellung „100 Schritte in die Zukunft“ eine Retrospektive zur Geschichte der Messe – von den Anfängen 1931 in Vigevano bis heute.
Die nächste Ausgabe von Micam (101. Ausgabe) und Mipel (129. Ausgabe) findet vom 22. bis 24. Februar 2026 erneut in der Fieramilano Rho statt. Dann allerdings unter erschwerten Bedingungen, denn die Olympischen Winterspiele Milano Cortina beziehen auch die lombardische Metropole ein. Schon jetzt zeichnen sich stark gestiegene Hotelpreise für Januar und Februar ab. Zu hören ist, dass Händler angesichts dessen möglicherweise auf einen Besuch in Mailand verzichten und erst im Herbst wieder zur Messe kommen.