Vom 15. bis 18. September traf sich die internationale Lederwarenbranche in Mailand. Vor allem der im Vergleich zur Frühjahrsveranstaltung fast zweistellige Zuwachs (+9,7 Prozent) an italienischen Einkäufern wird als positives Signal für die Entwicklung des Heimatmarktes gewertet. Der Zuspruch aus dem Ausland veränderte sich mit +1 Prozent dagegen kaum.
Die italienische Lederwarenindustrie hat ihre Exportumsätze von Januar bis Mai 2013 um rund 12 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro gesteigert. Dies gab der Herstellerverband anlässlich der Lederwarenmesse bekannt. Vor allem Taschen und Accessoires aus Echtleder sind gefragt. Im Vergleich zum Vorjahr belief sich das Plus auf 16 Prozent (1,7 Mrd. Euro). Synthetik-Modelle spielen mit einem Umsatzanteil von 531 Mio. Euro (+1,6 Prozent) eine vergleichsweise geringe Rolle.
In den ersten fünf Monaten 2013 erzielte die italienische Lederwarenindustrie mit Handtaschen (+11 Prozent) knapp zwei Drittel ihrer Exportumsätze (64 Prozent). Kleinlederwaren haben einen Umsatzanteil von 18 Prozent. Der positiven Entwicklung im Export stehen allerdings weiter Schwierigkeiten auf dem heimischen Markt gegenüber. Hier gingen die Umsätze um rund 3 Prozent zurück.
Neues Konzept, Neuer Termin
Eines der Themen auf der Mipel war neben den schwierigen Marktbedingungen die Terminverschiebung der Messe im kommenden Jahr. Parallel zur Schuhfachmesse Micam rückt sie in der zweiten Jahreshälfte um einige Wochen vor: Die 106. Ausgabe findet vom 31. August bis 3. September statt. Im März 2014 findet die Messe wie gewohnt vom 2. bis 5. März statt.
Ein Zeichen für Veränderung war bereits die aktuelle Ausgabe, die nicht nur optisch aufgewertet wurde sondern mit 334 Ausstellern (davon 219 aus Italien) einen guten Überblick über die neuen Modethemen für F/S 2014 bot. Mit der Wiedereinführung der beliebten Modenschauen, die Modernisierung der Areas und die Einführung neuer Konzepte wie “@Mipel”, einer Plattform für E-Commerce, geht Mailand neue Wege.