Die Düsseldorfer Comfort Group, ein Beratungsunternehmen für Immobilien, untersuchte in ihrer Studie die Nachfrage an Ladenlokalen und Verkaufsflächen von Januar bis Mai 2021. Erwartungsgemäß stieg die Nachfrage mit dem absehbaren Ende der Pandemie wieder und liegt auf dem Niveau der ersten fünf Monate des Vorjahres, wobei innerhalb des Untersuchungszeitraums ein signifikanter Anstieg deutlich wurde.
Nichtsdestotrotz wird sich das Bild von Innenstädten nach der Pandemie verändern, vermutet Olaf Petersen, Geschäftsführer und Chefresearcher von Comfort: „Keine Branche erreicht mehr, wie dies früher für den Modebereich selbstverständlich war, eine absolute Dominanz.“
Seiner Prognose zufolge werden die Innenstädte der Zukunft also weniger stark durch Kleidungs- und Schuhgeschäfte dominiert werden, als das noch der Fall ist. Bereits jetzt ist die Mode-Industrie laut Studie nicht mehr auf dem ersten Platz, wenn es um Neu-Vermietungen nach Branchen geht. Im Jahr 2020 wurden nur 26 Prozent der Flächen an Mieter aus der Modebranche vermietet, 29% hingegen an Gastronomen und auch Händler von Nahrungs- und Genussmitteln ringen mit um die kostbaren Mietflächen in bester Lage. Die Comfort Group prognostiziert daher, dass diese bereits vor der Pandemie messbare Entwicklung zu einer diverseren Mieterschaft sich in Zukunft noch verstärken könnte.