Während der Januar und Februar mit -3,7% bzw. -5,3% einstellige Umsatzeinbußen verzeichneten, lässt sich der Monat März als „Totalausfall“ mit einem zweistelligen Umsatzeinbruch in Höhe von -11,3% bezeichnen. Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings die gute Entwicklung des Vergleichsmonats im Jahr 2012 („hohe Vorlage“).
Die Umsatzveränderung im h+p-Vergleichskreis (H.I.T. = Hachmeister + Partner Index der Topunternehmen) liegt geringfügig unter der Entwicklung des allgemeinen Einzelhandelsmarktes, der in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 mit einer durchschnittlichen Umsatzveränderung zum Vorjahr von -6% abgeschlossen hat.
Zur Entwicklung der Warengruppen
Herren: Die Herren-Sortimente entwickeln sich aufgelaufen umsatzmäßig „besser“ als die Damen-Sortimente (-5,6% vs. -9,0% zum Vorjahr). Neben dem relativ kleinen Sortiment der Sweatshirts (+1,4%) entwickeln sich insbesondere Baukästen-Anzüge (+4,3%) gegen den Trend positiv. Neben Jacken (-7,3%) und Mänteln (-10%) sind es „Frühlingsartikel“ wie Freizeithosen oder Polos die (sicherlich auch bedingt durch das Wetter) keine Käufer fanden.
Damen: Einzig das Sortiment Leder erzielt eine positive Umsatzveränderung zum Vorjahr in Höhe von +1,5%. Vergleichbar mit der Entwicklung in den Herren-Sortimenten verkauften sich Freizeithosen (-18,0%) und Mäntel (-22,4%) deutlich schlechter als im Vorjahr.
Kinder: Die Kinder-Sortimente haben sich mit einer Umsatzveränderung zum Vorjahr in Höhe von -0,9% entwickelt.
Zur Entwicklung des Kalkulationsniveaus
Über alle Bekleidungssortimente hinweg liegt die erzielte Kalkulation im H.I.T. mit -0,5%-Punkte zum Vorjahr unter dem Vorjahresniveau bei aktuell 53,4% vom Bruttoumsatz. Dabei liegen die Kinder-Sortimente mit einer erzielten Kalkulation von 54,8% (+0,2%-Punkte zum Vorjahr) vor den Damen-Sortimenten (-0,4%-P.) bzw. den Herren-Sortimenten (-0,9%-P.)
Zur Entwicklung der Preise und Absatzmengen
Die Durchschnittspreise für Bekleidung liegen geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Über alle Bekleidungssortimente hinweg sinken die durchschnittlichen Verkaufspreise um -0,8% zum Vorjahr (bei einem höheren Abschriftenniveau als im Vorjahr!). Ein deutlicheres Bild zeigt sich bei der Stückveränderung zum Vorjahr: Die im H.I.T. gelisteten POS verkauften -6,4% weniger Stücke als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist maßgeblich für das Umsatzminus von -7,1% verantwortlich.
Zur Entwicklung der Stilgruppen
Herren: Im Vergleich der Stilgruppen des h+p Stilgruppenrasters in den Herren-Sortimenten entwickelte sich die Stilgruppe Modern Man Mainstream mit -10,5% gefolgt von Modern Classic Mainstream (-10,3%) am schlechtesten. Trotz der insgesamt negativen Entwicklung der Stilgruppe Modern Man Mainstream schaffen einige Marken eine positive Umsatzveränderung. So performt die Marke Selected ausgesprochen positiv. Die Stilgruppe Modern Classic Premium entwickelt sich mit +3,2% zum Vorjahr am besten.
Damen: In den Damen-Stilgruppen ist nur die (umsatzmäßig kleine) Stilgruppe Design ein positiver Ausreißer. Die umsatzgewichtigen Stilgruppen Modern Classic Mainstream (Umsatzanteil 22,6%) und Modern Woman Mainstream (Umsatzanteil 22,2%) entwickeln sich deutlich negativ (-15,1% bzw. -7,3%.)
Über Hachmeister + Partner
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