„Veränderungsprozesse machen manchmal Angst, aber sie bieten auch die Chance, durch eine frühe Anpassung Marktanteile zu gewinnen”, erklärte BTE-Präsident Steffen Jost in seiner Begrüßung der rund 140 Gäste, darunter überwiegend mittelständische Textilhändler. Die zentrale Aufgabe der kommenden Jahre für den stationären Fachhandel sei, Emotionen am Point-of-Sale und Digitalisierung in Einklang zu bringen. Dabei, so warnte Tobias Humpert von Hachmeister + Partner, dürfe man das Thema Digitalisierung nicht per se als unemotional betrachten. Vielmehr erhöhe die Kombination aus Technologie und Human Touch die Glaubwürdigkeit und Relevanz der digitalen Kommunikation gegenüber den Kunden.
Höhepunkt des Kongresses war der Vortrag von Dr. Christian Mikunda, international anerkannter Retaildesign-Experte. Er führte die Teilnehmer in das Konzept der Hypnoästhetik ein, das zunehmend in der Gestaltung von Verkaufsflächen an Bedeutung gewinnt. Dabei werden prägende, manipulative Stellvertreter-Objekte eingesetzt, die die Kunden emotional von der Verkaufs- auf eine höhere Ebene heben. „Mit einem Schaufenster, dass schön ist, dringen Sie heute kaum noch durch”, so Dr. Mikunda. „Der Handel ist Teil der Unterhaltungsbranche.”