Das Unternehmen TEH Textilhandel GmbH, Betreiber des Modehauses Aachener mit zehn Standorten, hat bekanntgegeben, die Geschäftstätigkeit zum 30. September einzustellen. Bis dahin würden die Filialen geöffnet bleiben.
Am 1. März wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Seitdem habe es zunächst positive Entwicklungen gegeben, doch es sei nicht gelungen, den langfristigen Erhalt sicherzustellen. Im Juni wurde dann Masseunzulänglichkeit angemeldet, was sich als „Insolvenz in der Insolvenz“ beschreiben lässt. „Alle Beteiligten haben sämtliche Anstrengungen zur Sanierung von „Aachener“ unternommen. Dennoch ist es nicht gelungen, dieses Ziel zu erreichen. Wegen des schwierigen Marktumfeldes und der Kaufzurückhaltung der Kunden ist die Einstellung der Geschäftstätigkeit alternativlos“, so Insolvenzverwalter Schulte-Kaubrügger von der Wirtschaftskanzlei White & Case.
Zuvor machte Aachener damit auf sich aufmerksam, mehrere Standorte von Galeria zu übernehmen, und wurde medial als Galeria-Retter betitelt. Im November stellte TEH den Insolvenzantrag. Gleichzeitig trat Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel von seinem Posten zurück, nachdem er als Angeklagter bei einem Gerichtstermin nicht erschienen war und ein Haftbefehl gegen ihn verhängt wurde.