Die Kaiserswerther Straße, Sammelbecken für Showrooms allerlei Produktgruppen und Austragungsort der Premium-Messe Supreme, stand ganz im Zeichen der Düsseldorfer Fashion Days. Auf zwei Etagen verteilte sich die Messe für gehobenere Mode, Schuhe und Accessoires. Die diesjährige Ausgabe der Fashion Days wurde von einigen Marken und Agenturen zum Anlass genommen, etwas Neues zu wagen. So etwa Damenschuhhersteller Högl. Für die Marke ist das der erste Auftritt auf der Supreme. Zu dem Entschluss kam Högl, als es vermehrt von Partnern auf Textilseite das Bedürfnis nach einer flexibleren Order gab: „Die Textiliten haben den Wunsch geäußert, früh auch Schuhe zu ordern“, so Walter Breuer. Und auf der Supreme zwischen verschiedenen Textilund Accessoires-Anbietern auszustellen sei deshalb auch die richtige Umgebung. Modisch entwickelt sich die Marke vor allem im Sneakerbereich weiter. „Wir haben unseren sportiven Fokus ausgebaut, damit man das auch mal im Büro tragen kann.“ Hierfür arbeitet Högl mit besonderen Mustern und Durchbrüchen im Obermaterial oder auch Schnürsenkel-Alternativen. Metallic-Optiken bilden einen großen Teil der Designs, generell bleiben Pastelltöne sowie Taupe wichtig. „Der Pumps wird zum Anlassschuh“, so Breuer weiter, „der Sneaker wird beliebter.“ Wenige Etagen darunter befindet sich seit dem Jahreswechsel 2023/24 der Showroom der Orderlounge, die zum zweiten Mal an den Düsseldorf Fashion Days teilnimmt. Die Agentur verantwortet Order und Verkauf von Marken wie Blauer USA, Napapijri, Replay oder auch Ecoalf. Darius Herges von Orderlounge erklärt: „Wir haben hauptsächlich Kundentermine.“ Leicht sei die F/S-Saison nicht, so Herges weiter. „Ich glaube, dass aktuell viele auf ihr Portemonnaie achten müssen.“ Besonders gut laufe die Marke Blauer USA. Ob Running, Skate oder Basketball: Sneaker stehen auch hier bei vielen Marken im Fokus. Bei Replay dürfen es auch schon einmal Espadrilles sein, bei Foamers bleibt man bei Sneakern, übersetzt sie aber auf 100% Gummi. Noname spielt mit Gerüchen bei der Schuhsohle oder im Obermaterial. Es darf neu sein, es muss aufregend sein. Das zeigen auch die Schuhmarken der Agentur Select Studio. Hidn Ander bietet außergewöhnliche Sneaker an, die immer mit einem Twist einhergehen: Ganz subtil arbeitet die Marke mit versteckten Botschaften, um den Modellen mehr Tiefe zu verleihen. Die Marke Toral kombiniert dagegen modische Designs mit kommerzieller Nachfrage. In der Kollektion lassen sich Leomuster und klobige Pantoletten entdecken, aber auch filigrane Karrees, die gleichzeitig mit Spitzer Fußvorderkappe funktionieren.
Die Marke Alohas, die seit einem Jahr von der Agentur Mode Ist vertrieben wird, geht einen ähnlichen Weg. Als großer Player der „Next Gen“ beschreibt sich die Marke und setzt auf den digitalen Weg: Es wird viel in Online-Marketing investiert, Drops und Presales gehören zum Prozedere. Auf diese Weise freut sich die Marke bereits über mehr als eine Million Follower auf Plattformen wie Instagram. Als Fazit der Ordermesse sieht Walter Breuer von Högl die Marken und Aussteller in der Verantwortung: „Die Stimmung ist schwierig. Deswegen müssen wir etwas Freude verbreiten.“