Von München nach Innsbruck, Ende September: Zwei Stunden Fahrt im Dauerregen, Nebel statt Bergpanorama. Es ist Herbst – und die Reise ins Herz von Tirol beginnt holprig. Mit uns an Bord: Walter Breuer, Global Sales Director von Högl. Unser Ziel: Innsbruck – und die Frage, wie eine starke Industrie-Handels-Partnerschaft aussehen kann.
Im September 2020 öffnete der Högl-Store in den Rathaus-Galerien in Innsbruck erstmals seine Türen. Seitdem lockt das 72 qm große Geschäft regelmäßig interessierte Damen an, die sich inspirieren lassen wollen – und Högl-Schuhe kaufen. Für Inhaber Christoph Perktold war der Schritt, sich enger an die Marke zu binden, strategisch sinnvoll. Der 37-Jährige ist in eine Schuhhändlerfamilie hineingeboren, wählte aber nach dem Studium der BWL zunächst eine Laufbahn in der Medienbranche. Doch die Schuhe ließen ihn nicht los. Er startete mit einem Ecco-Store und einem Geschäft mit italienischen Schuhmarken. Die Ecco-Fläche wurde um Schuhe von Gabor erweitert. Und schließlich kam Högl: „Wir haben uns angeschaut, welche Marken in unserer Region nicht an jeder Ecke zu finden sind“, sagt Christoph Perktold. „Högl ist eine Marke aus Österreich. Wir haben uns die Kollektionen auf der Micam angeschaut – und dann zunächst einen Shop-in-Shop ins Auge gefasst.“ Gespräche mit der Högl-Geschäftsleitung gaben schließlich den Ausschlag dazu, dass ein eigener Högl-Monomarkenstore entstehen sollte – in direkter Nachbarschaft zum Ecco/Gabor-Geschäft in den Rathaus-Galerien im Herzen von Innsbruck. Dort reihen sich bekannte Marken aneinander, von Rituals bis Lacoste, dazu ein City-Hotel und ein Restaurant mit Panoramablick auf die Skisprungschanze. Ein Ort, der Kundschaft zieht – Touristen wie Einheimische.
Hier also habe er sich für eine Partnerschaft mit Högl begeistern können, sagt Christoph Perktold. Nicht nur, weil er selbst schon Erfahrungen mit Monomarkenstores gesammelt hatte und Högl bereits seit fast 20 Jahren seine Flächenfähigkeit beweise. Sondern auch, „weil die Kollektion inzwischen sehr vielseitig und umfangreich ist und längst nicht mehr nur aus Pumps besteht“. Zudem sei sein Vater nach Jahren als Multimarken-Schuhhändler zu einem Fan der tiefergehenden Partnerschaft mit Lieferanten geworden. Auch das habe ihn bestärkt, sagt Perktold, diesen Weg fortzuführen.