Die zweite Inspiration, die das Markenimage fast noch stärker prägt, ist die Sportgeschichte. Das zeigt sich schon am Markennamen. Kamo-Gutsu ist japanisch und bedeutet Schnabel-Schuhe in Anlehnung an die gleichnamigen breiten Schuhe, mit denen seit über 1.000 Jahren das Fußballspiel Kemari in Japan gespielt wird. Am Anhänger der Schuhe sind ein Lacrossespieler und eine Baseballspielerin im Sepia-Ton zu sehen. Vor allem wirbt die Marke aber mit dem langjährigen Formel 1-Fahrer James Hunt, der in den 70er-Jahren vor allem für seinen extravaganten und provokativen Lebensstil bekannt war. Es passe einfach gut zusammen, so das Statement der Marke, das in seiner Non-Chalance wiederum zum Testimonial mit der Attitüde eines Lebemanns passt. Davor warb Kamo-Gutsu auch mit dem Schauspieler und Rennsportliebhaber Steve McQueen.
Auch im Laden sei die Inszenierung wichtig, um die Ästhetik der Marke auf der Fläche zu transportieren. So bekommen Geschäfte bemalte Ölfässer mit dem Kamo-Gutsu-Logo als Begleitmaterial oder präsentieren die Schuhe selbst mit Vintage-Möbeln, Röhrenradios aus Holz oder Modellen von alten Rennwagen. Auch das Verkaufspersonal soll zum Markenbotschafter werden, bekommt Schuhe und Kleidung mit dem Kamo-Gutsu-Logo gestellt. In Deutschland werden die Schuhe zurzeit an 70 Touchpoints verkauft, international in zehn Ländern und 200 Touchpoints. Für Pierre Damsch ist es wichtig, weiter die richtigen Händler zu finden, die Spaß daran haben, mit der Marke zu arbeiten: „Ich sehe in der Marke das Potenzial, die Absatzzahlen noch zu verdoppeln. Wir wollen aber ruhig wachsen mit den richtigen Händlern, die Lust auf schöne und besondere Schuhe haben.“ Die „richtigen Händler“ müssen nicht nur Schuhhändler sein. Außerhalb des Schuhhandels sei die Offenheit für neue Marken sogar größer. Neben einer Präsenz im Modehandel laufen die Schuhe unter anderem in einigen Rennsportläden gut, die die Schuhe mit anbieten.