Nike-CEO Elliott Hill hat Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Converse zurückgewiesen. Auf der Analystenkonferenz zum dritten Quartal betonte der Konzernchef, dass die Marke weiterhin Teil des Portfolios bleiben soll. „Converse wird ein wichtiger Teil der Nike-Familie bleiben, und wir sind begeistert von den langfristigen Perspektiven“, sagte Hill. Das US-amerikanische Fachmedium Footwear News zitierte Elliott Hill mit diesem Statement.
Gleichzeitig machte Hill demnach deutlich, dass sich Converse weiterhin in einem Turnaround befindet. Man habe im laufenden Quartal „entscheidende Schritte“ eingeleitet, um das Geschäft wieder zu stabilisieren. Dazu gehörten auch Entlassungen im Februar, deren Umfang nicht veröffentlicht wurde.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Marke bleibt jedoch angespannt: Im dritten Quartal erzielte Converse einen Umsatz von 264 Mio. Dollar und lag damit 35% unter dem Vorjahreswert. Rückgänge wurden aus allen Regionen gemeldet. Bereits in den Quartalen zuvor war der Umsatz deutlich gesunken, zuletzt rutschte das operative Ergebnis zeitweise in den negativen Bereich.
Für zusätzliche Unruhe hatten zuletzt Analysten gesorgt, die einen möglichen Verkauf der Marke ins Spiel gebracht hatten. Hintergrund waren unter anderem Hinweise in Finanzdokumenten sowie das laufende Kostensenkungsprogramm des Konzerns, mit dem Nike bis zum Geschäftsjahr 2026 rund 2 Mrd. Dollar einsparen will. Einige Marktbeobachter sehen darin mögliche Vorbereitungen für Portfolioveränderungen.
Auch auf Konzernebene muss sich Nike Herausforderungen stellen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der Nettogewinn um 35% auf 520 Mio. Dollar, während der Umsatz währungsbereinigt leicht zurückging. Belastend wirken derzeit vor allem schwache Umsätze in China sowie ein stark promotionsgetriebenes Marktumfeld in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Dort gingen die Erlöse zuletzt um 7% zurück, während hohe Lagerbestände und steigende Rabatte die Margen zusätzlich unter Druck setzen.
Für das laufende vierte Quartal stellt Nike einen Umsatzrückgang von 2 bis 4% in Aussicht. Weitere Details zur zukünftigen Strategie – auch für Converse – will das Unternehmen beim Investorentag im Herbst vorstellen.