Nike hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem weitgehend stabilen Umsatz abgeschlossen. Die Erlöse beliefen sich auf 46,4 Mrd. US-Dollar (rund 40,7 Mrd Euro). Gegenüber dem Vorjahr blieb der Umsatz auf berichteter Basis unverändert, währungsbereinigt ging er um 2 % zurück. Der Nettogewinn sank um 3 % auf 3,1 Mrd. US-Dollar.
Im vierten Quartal setzte der US-Sportartikelkonzern 11,0 Mrd. US-Dollar um. Das waren ein Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum beziehungsweise 4 % weniger auf währungsbereinigter Basis.
Die Entwicklung der Vertriebskanäle fiel unterschiedlich aus. Der Großhandelsumsatz stieg im Gesamtjahr um 6 % auf 27,5 Mrd. US-Dollar. Nike Direct verzeichnete dagegen einen Rückgang um 6 % auf 17,7 Mrd. US-Dollar. Die digitalen Umsätze der Marke Nike gingen um 12 % zurück, die Erlöse der eigenen Geschäfte um 4 %. Converse verlor im Gesamtjahr 31 % Umsatz.
„Wir haben entschlossene Maßnahmen ergriffen, um das Fundament von Nike zu stärken“, erklärte CEO Elliott Hill. Das Unternehmen habe unter anderem strukturelle Veränderungen vorgenommen und wolle sich stärker auf Sport, Produktinnovation und Markenführung konzentrieren.
Die Neuausrichtung verläuft bislang jedoch nur schrittweise. CEO Elliott Hill räumte im Earnings Call ein, dass die Ergebnisse noch nicht den eigenen Erwartungen entsprächen. Besonders Nike Sportswear, Jordan Streetwear und das Digitalgeschäft bleiben unter Druck, während sich einzelne Bereiche wie der Großhandel und Teile des Performance-Geschäfts stabiler entwickeln. Nike rechnet daher erst im weiteren Verlauf des neuen Geschäftsjahres mit einer breiteren Verbesserung und geht davon aus, dass neue Produkte sowie die stärkere Ausrichtung auf Sport und Handelspartner Zeit benötigen, um sich spürbar in den Zahlen niederzuschlagen.
Finanzvorstand Matthew Friend verwies zugleich auf das weiterhin schwierige Marktumfeld. „Der Abverkauf bleibt herausfordernd“, sagte er. Nike arbeite daran, das Produktportfolio zu bereinigen, die Positionierung im Handel zu verbessern und die Kosten langfristig zu senken.
Die Bruttomarge stieg im Schlussquartal deutlich auf 49,2 %. Der Anstieg war jedoch fast vollständig auf eine erwartete Rückerstattung von US-Zöllen in Höhe von 986 Mio. US-Dollar zurückzuführen. Die Lagerbestände lagen zum Geschäftsjahresende mit 7,5 Mrd. US-Dollar auf dem Niveau des Vorjahres.