Nike setzt seinen Restrukturierungskurs fort und streicht im Zuge der nächsten Phase des Turnaround-Plans „Win Now“ rund 1.400 Arbeitsplätze. Betroffen sind Positionen in Nordamerika, Europa und Asien. Insgesamt entspricht dies weniger als zwei Prozent der globalen Belegschaft. Das berichtet das US-amerikanische Branchenmedium Footwear News.
COO Venkatesh Alagirisamy begründet den Schritt mit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns: „Unternehmensweit haben wir gezielte Maßnahmen ergriffen, um unser Fundament zu stärken, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und ein Modell zu entwickeln, das auf langfristiges, profitables Wachstum ausgerichtet ist. Dabei spielen unsere weltweiten Aktivitäten eine entscheidende Rolle.“
Ziel der Maßnahmen sei es, die Komplexität in den globalen Abläufen zu reduzieren und schneller sowie effizienter zu agieren. „In den kommenden Monaten werden wir unsere weltweiten Abläufe weiter optimieren, um Sportlern und dem Unternehmen mit mehr Schnelligkeit, Einfachheit und Präzision besser gerecht zu werden“, so Alagirisamy weiter.
Ein Fokus liegt auf der Neuaufstellung der Technologieeinheiten. Nike will Strukturen verschlanken, Prozesse beschleunigen und die Aktivitäten stärker auf zwei zentrale Standorte bündeln: den Campus im US-amerikanischen Beaverton sowie das Technology Center in Indien. Parallel dazu werden auch Produktions- und Innovationsprozesse modernisiert, etwa in den Air Manufacturing Innovation-Standorten in den USA und Vietnam.
Auch die Marke Converse ist in die Maßnahmen eingebunden. Teile der Fertigung und Entwicklung sollen näher an Produktionspartner verlagert werden. Zudem integriert Nike die Materialbeschaffung stärker in die eigenen Supply-Chain-Teams für Schuhe und Bekleidung.
Die aktuellen Einschnitte folgen auf bereits angekündigte Stellenstreichungen zu Jahresbeginn sowie Anpassungen bei Converse. Hintergrund ist unter anderem die schwächere Geschäftsentwicklung: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der Nettogewinn um 35 % auf 520 Mio. US-Dollar. Der Umsatz blieb mit 11,3 Mrd. US-Dollar stabil, währungsbereinigt jedoch leicht rückläufig.