Die aktuelle Studie ’Online-Payment 2017‘ des EHI Retail Instituts belegt, dass es für neue Zahlungsdienste generell schwierig ist, sich neben den marktdominierenden Zahlungsarten wie Rechnung, Paypal, Lastschrift und Kreditkarte zu etablieren. Dennoch sind die befragten Händler bestrebt, bis 2018 im durchschnitt ein bis zwei neue Bezahldienste in ihren Zahlungsmix aufzunehmen.
Die 1.000 umsatzstärksten Onlineshops boten ihren Kunden 2016 durchschnittlich sieben Zahlungsdienste an, bei den Top-10 waren es sogar knapp neun im Durchschnitt. Insbesondere der Zahlungsdienst Paydirekt, der bislang noch eine eher geringe Verbreitung gefunden hat, soll bei einem guten Drittel (34%) der Befragten im Laufe von zwei Jahren das Portfolio an Zahlungsarten ergänzen. Zudem möchten 22% der Befragten zukünftig das Bezahlen mit Amazon anbieten.
Checkout – schnell und mobil
Die Entwicklung medial gehypter Themen wie Voice Commerce oder Blockchain werden den Onlinehandel mittelfristig voraussichtlich noch nicht revolutionieren, geht aus der Studie hervor. Nur für 4% der Befragten ist Voice Commerce bis 2020 von großer Bedeutung, beim Thema Blockchain sind es 2%. Stattdessen ist die Optimierung des Checkout-Prozesses, der insbesondere schneller werden soll, um mögliche Kaufabbrüche zu vermeiden, für mehr als die Hälfte (54%) der Befragten von großer Bedeutung. Bereits heute hat schon knapp die Hälfte (48%) der befragten Onlineshop-Betreiber den Check-out komplett für mobile Endgeräten optimiert. Bei einem weiteren Viertel (24%) befindet sich eine solche Anpassung in Planung.
Hinsichtlich ihrer Payment-Strategie setzen sich die Händler in den kommenden Jahren des Weiteren vor allem mit den Themen Risikomanagement und Optimierung ihres Zahlungsmix auseinander. Für fast die Hälfte (48%) der Befragten ist die Verbesserung des Risikomanagements von großer Bedeutung, 31% sehen in der Optimierung ihres Zahlungsmix ein bedeutendes Zukunftsthema.