Der Onlinehandel erholt sich weiter. Das geht aus aktuellen Ergebnissen des BEVH hervor. So hatten die Gesamtumsätze mit dem Online-Verkauf von Waren im ersten Quartal 19,7 Mrd. Euro betragen. Dies entspricht einer Steigerung um 3,2%, gemessen am Vorjahresquartal. Damit sei der E-Commerce zum ersten Mal seit 2022 wieder stärker als die Inflation gewachsen, so der BEVH. „Nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Jahre – dem Hoch während der Corona-Zeit und der anschließenden Talfahrt mit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine – liegen die Umsätze aktuell wieder 17,5 Prozent über dem Vergleichswert des Jahres 2019.“
Der Onlinehandel mit Schuhen konnten eine positive Entwicklung verzeichnen: Hier stiegen die Gesamtumsätze um 5,8% auf 918 Mio. Euro, nach 868 Mio. Euro im ersten Quartal 2024. Im Sektor Bekleidung konnten die Umsätze im ersten Quartal um 3,9% auf 3,5 Mrd. Euro gesteigert werden. Somit verzeichnete der Cluster Bekleidung, der die Bereiche umfasst, insgesamt ein Umsatzwachstum um 4,3% auf 4,3 Mrd. Euro.
Vor allem Online-Marktplätze (+5,1%) sowie das D2C-Geschäft einiger Marken (+6,7%) konnten von der gestiegenen Nachfrage profitieren. Auch konnten sie das durchwachsene Vorjahr (-2,3%) wieder überholen und den Negativtrend brechen. Anzumerken sei jedoch, so BEVH, dass viele Markenhersteller parallel über Marktplätze verkaufen, weshabl sich diese Umsätze zu letzteren verschieben. Klassische Online-Shops wuchsen vergleichsweise wenig um 1,2%. Multichannel-Händler verzeichneten mit ihren Webshops sogar ein Minus um 0,4%.
„Der Aufwärtstrend gibt Hoffnung, auch wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher sich kurzfristig durch das globalpolitische Geschehen verunsichern ließen“, kommentiert Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BEVH. „Die Deutschen haben viel Geld zur Seite gelegt – es wird nun Aufgabe der neuen Regierung, die Kaufkraft trotz der Handelskriege zu erhalten. Vor allem aber dürfen die Unternehmen nicht noch zusätzlich belastet werden. Maßnahmen gegen globale Technologiekonzerne verteuern die digitale Infrastruktur, von der gerade viele kleine und mittlere Handelsunternehmen heute abhängen.“