Der Geschäftsführende Gesellschafter Frank Revermann erklärte, dass das insolvente Konzept eingestellt wird. Von den 23 Filialen wurden in den vergangenen Wochen 13 geschlossen. Mit den letzten zehn Filialen sollte das Konzept laut eines vorbereiteten Insolvenzplans fortgeführt werden, wie Sachwalter Michael W. Kuleisa im Juli gegenüber schuhkurier erklärte.
Trotz der bislang erfolgreich umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen werde der Geschäftsbetrieb kurzfristig eingestellt. Im Interesse aller Beteiligten werden die Geschäfte geordnet geschlossen. Ursächlich für die Schließung sei die massive Konsumzurückhaltung im Bereich Schuhe. Trotz erheblicher Zugeständnisse der Vermieter und Lieferanten konnte der bislang positive Investorenprozess deswegen nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. „Ich möchte mich bei allen Vermietern und Lieferanten für die stets vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Auch wenn ihr unermüdlicher Einsatz letztenendes leider nicht von Erfolg gekrönt war, gilt mein besonderer Dank dem gesamten Onygo-Team, welches stets für den Erhalt und den Ausbau der Marke Onygo gekämpft hat“, kommentierte Frank Revermann. Onygo beginnt nun mit einem kurzzeitigen Räumungsverkauf in den noch verbliebenen Filialen, erklärte Michael Kuleisa auf schuhkurier-Nachfrage.
Frank Revermann übernahm Onygo als Inhaber und Geschäftsführer von Deichmann. Deichmann kündigte im Oktober 2023 an, den Filialisten mit zu dem Zeitpunkt 28 Filialen bis zum 31. August 2024 schließen zu wollen. Der Essener Filialist erklärte, „dass unser auf eine junge modische Kundin ausgerichtetes Geschäftsmodell leider langfristig nicht wirtschaftlich zu betreiben ist.“ Der ehemalige Görtz-CEO Revermann übernahm das Konzept im März und gründete die Onygo Retail GmbH, die wiederum etwas über ein Jahr später die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragte.