Die Rahmenbedingungen für den Saisonstart hätten besser sein können: Vor allem im Süden und Norden Deutschlands herrschten winterliche Wetterverhältnisse. Viele Händler blickten zudem auf ein mäßiges und aus ihrer Sicht enttäuschendes Weihnachtsgeschäft zurück. Mit einem Besucherrekord rechnete im Vorfeld der Lederwaren Ordertage am 15. und 16. Januar 2017 daher wohl niemand.
Vor allem der erste Tag verlief denn auch verhältnismäßig ruhig, bilanzierte Peter Leinberger, Vertriebsleiter bei Reisenthel, stellvertretend für etliche Ausstellerkollegen. „Es waren weniger Kunden da als im Vorjahr.“ Dennoch fällt sein Fazit nicht schlecht aus: Denn mit den Kunden vor Ort habe man gute Geschäfte gemacht.
Leo Rosskopf von Hama spricht daher auch von einer guten Veranstaltung. „Alle wichtigen Kunden sind da.“ Sein Ergebnis falle dieses Jahr sogar besser aus als im Vorjahr, da man mit dem „MatchPatch“-Konzept von Coocazoo auch eine wirkliche Neuheit präsentiert habe. Auch Friedrich Baier vor Deuter zeigte sich zufrieden, da sich auch am Nachmittag des zweiten Tages die Hallen nicht schlagartig leerten, sondern noch geschrieben wurde.
Auch die Assima und die Goldkrone stellten ihre Angebote vor. Beide Verbundgruppen wollen ihre Mitglieder bei der Digitalisierung unterstützen. Die Auffindbarkeit im Netz und Informationen über die Warenverfügbarkeit sind wichtige Themen. Goldkrone-Geschäftsführer Hans Peter Stückler hob den Homepage-Baukasten der Goldkrone, mit dessen Hilfe Mitglieder binnen drei Wochen eine eigene Webseite aufbauen können, hervor. Assima-Geschäftsführer Siegfried Despineux will zudem die internen Prozesse optimieren, damit die Händler Zeit für ihre Kunden und das Kerngeschäft gewinnen. Weg vom Papier, lautet etwa das Motto im Rechnungswesen. Seit Jahresanfang erhalten die Assimisten Rechnungen daher in digitaler Form. Diese werden am Rechner mit den Lieferscheinen abgeglichen. Die Archivierung erfolgt ebenfalls digital.