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Dass Schuhe, Textilien und Accessoires nicht mehr als separate Welten zu betrachten sind, sondern vielmehr als Ganzes wahrgenommen werden sollten, ist kein Geheimnis mehr. Dass Kunden heute anders einkaufen ebenfalls. Gefühlt unendliche Aneinanderreihungen mehr oder weniger gleicher Schuhe wirken nicht inspirierend und stimulierend. Sondern zunehmend als Kauflust-Killer. Freude dagegen bereiten Concept Stores, die sogar noch mehr zu bieten haben als nur das Outfit – Kosmetik, Homeware, Parfum, Bücher, Papeterie. Die Idee von den verschmelzenden Welten ist kein Phänomen der Luxuspreislagen. Sie findet auch im konsumigen Bereich statt. & other stories ist ein gutes Beispiel dafür, wie vergleichsweise simpel ein solcher Ansatz ist. Und wie inspirierend er auf die Kunden wirkt. Viele kleine, individuelle Geschäfte, in Hinterhöfen oder Szenevierteln, in denen Inhaber liebevoll Sortimente zusammenstellen, zeigen eindrucksvoll, wieviel Kraft in diesem Thema steckt.
Das ’Konzept Concept Store‘ hat man sich bei der letzten Panorama zu Nutze gemacht und versucht, es mit ’Nova Concept‘ für das Fachpublikum umzusetzen. Accessoires, Fashion, schöne Dinge – alles kompakt in einer Halle – maximale Kreativität bei kurzen Wegen. Flankiert wurde das Konzept von einer weiteren Halle, in der ein geballtes Schuhangebot auf die Händler und Einkäufer wartete. Diese Konzentration wurde von vielen Ausstellern allerdings eher als hinderlich empfunden. Man wolle da sein, wo die Fashion ist, hieß es. Der Outfit-Gedanke muss also offenbar gar nicht mehr mit Leben gefüllt werden. Er ist für viele längst selbstverständlich geworden. Einen ähnlichen Ansatz setzen im Übrigen auch die anderen Berliner Messen um: Kuratierte Angebote aus verschiedenen Bereichen der Fashion werden gemeinsam präsentiert. Keine starre Selektion im Sinne von Warengruppen. Sondern vielmehr ein sinnvoll und kreativ zusammengefügtes Mosaik aus vielen verschiedenen Steinen.
Alles ist eins
Auch in Düsseldorf ist spürbar, dass sich die Welten annähern. Die GDS wird erstmals konkrete Outfit-Ideen präsentieren und Trends aus der Mode mit den Must-haves des Schuhsektors kombinieren. Das dürfte als hilfreiche Information für alle Händler und Einkäufer dienen und ihnen Sicherheit bieten. Und sollte dem einen oder anderen gern auch neue Denkanstöße liefern. Denn letztendlich wird vieles, wenn nicht alles darauf hinauslaufen: Menschen denken in Outfits. Und sie kaufen auch so. Auf den Messen wird es facettenreiche und durchmischte Angebote aus völlig verschiedenen Segmenten geben. Und ebenso wird sich zunehmend auch ein solches Bild in den Geschäften präsentieren. Alles ist eins. Es geht um Emotionen, um ein Outfit von Kopf bis Fuß, um schöne Dinge, die zusammen wirken. Und um mehr Umsatz, der über ein solches Konzept generiert werden kann. Die tristen Schuhreihen könnten bald ein Konzept von gestern sein.