„Das schwierige Jahr 2018 war auch für uns herausfordernd“, erklärt der Unternehmer im Gespräch mit schuhkurier. Man habe weniger Umsatz generiert. Konkrete Zahlen will Huber allerdings nicht nennen. Die teils schlechten Abverkäufe im Handel hätten zudem zu hohen Lagerbeständen geführt. „Wir erwarten daher, dass der Schuhhandel für die kommende H/W-Saison weniger einkaufen wird“, so Huber.
In den zurückliegenden Saisons habe man den Dialog mit den Kunden im Fachhandel deutlich intensiviert. „In anspruchsvollen Zeiten ist es richtig und wichtig, alles zu hinterfragen. Man spricht über Lösungen und Rezepte für die anstehenden Aufgaben“, so Huber. Auch Paul Green sei im Zuge dieser Entwicklungen „offener“ für neue Wege der Zusammenarbeit mit dem Handel geworden. In modischer Hinsicht habe man sich ebenfalls weiterentwickelt, erklärt der Paul Green-Chef. Bereits zur aktuellen F/S Saison habe man den modischen Anspruch erhöht und neue Themen aufgelegt. „Wir haben dem Handel unter anderem eine kleine Kollektion von Westernstiefeln in Schlangenoptik angeboten, die sehr erfolgreich in den Geschäften anläuft“, berichtet Huber. In den bevorstehenden H/W-Kollektionen sollen modische Themen noch stärker in den Fokus rücken.
Sein Engagement auf Messen hat das Unternehmen aus dem österreichischen Mattsee mit der aktuellen Orderrunde reduziert. Man werde im März nicht auf der Gallery Shoes dabei sein, so Huber. Allgemein sei feststellbar, dass der Fachhandel Messen nicht mehr in der Intensität nutze wie vor Jahren. Vor diesem Hintergrund müsse man als Industrieunternehmen analysieren, ob eine Messepräsenz ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis biete. „Paul Green ist in allen wichtigen Showrooms vertreten“, so Huber. In der Sommersaison sei zudem eine Teilnahme an der Mailänder Micam denkbar. Auch eine Rückkehr zur Gallery Shoes hält Huber für möglich.