Man wolle sich im Rahmen des Verfahrens den veränderten Marktbedingungen in Deutschland anpassen und für die Zukunft neu aufstellen, teilt das Unternehmen mit. In den Jahren 2020 und 2021 habe die Covid-19-Pandemie zu einem massiven Umsatzeinbruch bei der Peek & Cloppenburg KG in Düsseldorf geführt, der die Liquidität des Unternehmens sehr belastet habe. „Die Auswirkungen haben uns stark getroffen und einen dreistelligen Millionenverlust verursacht“, sagt Steffen Schüller, seit Juni 2022 Geschäftsführer des Unternehmens.
Darüber hinaus sei das Konsumverhalten aufgrund des Ukrainekriegs weiter sehr zurückhaltend. Lieferengpässe, erhöhte Energie-, Lohn- und Sourcing-Kosten, steigende Zinsen und die leichte Rezession hätten zudem die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zum Ende des vergangenen Jahres hin weiter eingetrübt. Auch der milde Winter habe keine weiteren Kaufanreize gesetzt.
Um dem durch die Covid-19-Pandemie veränderten Kaufverhalten Rechnung zu tragen, hatte die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2021 ihre Online-Aktivitäten stark ausgeweitet. Im Zuge dessen seien erhebliche Investitionen in Personal-, Sachmittel und Marketing in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags getätigt worden. Aufgrund der Entwicklungen auf der Kostenseite und einer auch hier branchenweit zu beobachtenden Kaufzurückhaltung, müsse die Online-Strategie des Unternehmens überdacht und an die gegebenen Umstände angepasst werden.
Thomas Freude, seit Jahresbeginn Geschäftsführer, erklärt: „Wir halten unverändert an unserer Multibrand-Omnichannel-Strategie fest. Unser Fokus liegt jetzt klar auf unserem Kerngeschäft im stationären Einzelhandel und damit bei unseren Stores. Der Online-Bereich ist nach wie vor wichtiger Bestandteil unseres Geschäftsmodells, hier werden wir jedoch zurückhaltender agieren als noch in den Jahren zuvor. Die Details werden wir im Rahmen des Schutzschirms jetzt noch genauer erarbeiten.“