Laut dem Abgeordneten Niki Tsongas hat das US-Militär seit 2002 rund 180 Mio. Dollar an Rekruten in Form dieser Gutscheine ausgegeben. Künftig soll dieses Geld den Firmen zugute kommen, die noch Schuhfabriken in den USA betreiben.
Seit 1941 ist das Pentagon verpflichtet, nur Schuhe und Uniformen zu kaufen, die zu 100% „made in the USA“ sind. Ausnahmen sind nur dann gestattet, wenn amerikanische Unternehmen nicht über die entsprechenden Kapazitäten verfügen. Eine solche Ausnahme galt in der Vergangenheit für Sneaker, die die Rekruten während ihrer militärischen Ausbildung benötigen.
Insbesondere die beiden Unternehmen New Balance und Wolverine Worldwide haben für eine Neuregelung geworben. Beide Firmen versicherten dem Verteidigungsministerium, dass sie die Anforderungen erfüllen können. So betreibt New Balance Schuhfabriken in Massachusetts und Maine, Wolverine produziert im Bundesstaat Michigan.
Nach Angaben von Footwear Distributors and Retailers of America (FDRA) wurde in den vergangenen Jahrzehnten die US-Schuhindustrie aus Kostengründen weitgehend nach Asien verlagert. Im vergangenen Jahr waren 14.000 Menschen in der Schuhindustrie beschäftigt, 1997 waren es noch 40.000.