Laut Liebich war das Verfahren notwendig geworden, weil ein Rechtsstreit um einen Mietvertrag und einen erheblichen Schaden an der betreffenden Immobilie zu einem Cluster-Risiko für das Unternehmen geführt hätte. Ende Januar stellte das Unternehmen daher einen Insolvenzantrag. Das Verfahren stehe, so Liebich gegenüber schuhkurier, kurz vor dem Abschluss. Die Fläche, um die sich der Rechtsstreit entbrannte, habe sich in Berlin befunden und gehöre inzwischen nicht mehr zum Portfolio der Permactum GmbH, so Liebich weiter. Insgesamt führe die Permactum GmbH um die acht Flächen.
Die Permactum GmbH war im Zuge der Insolvenz des Gelsenkirchener Schuhhändlers Schlatholt gegründet worden. Ende 2015 hatte der Schuhfilialist, der 1999 von dem Unternehmer Thomas Schmelzer übernommen worden war, einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. 2017 wurde die Permactum GmbH gegründet und übernahm die Schlatholt GmbH mit seinerzeit 12 Geschäften.
Im März 2018 stellte die Permactum GmbH einen Insolvenzantrag. Im August desselben Jahres übernahm der Unternehmer Steffen Liebich (Leiser, Schuhhof, Anika Schuh) den Filialisten. Seit Februar 2021 hat die Permactum ihren Sitz in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern). Damit einhergehend übernahm Steffen Liebich die Geschäftsführung. Von August 2017 bis Juni 2023 war Thomas Schmelzer laut dem Portal Northdata Geschäftsführer von Permactum.
Steffen Liebich zählt laut eigenen Angaben 50 bis 65 Schuhhandels-Standorte zu seinem Unternehmen.