Auf einer ersten eigenen Verkaufsfläche in Deutschland eröffnete Peter Kaiser in Zweibrücken – dem größten Outlet-Center Deutschlands – unweit des eigenen Firmensitzes in Pirmasens einen Outletstore. Für das Unternehmen bietet sich laut Geschäftsführer Dr. Marcus Ewig hier die Möglichkeit, Alt- und Mängelware zu vermarkten.
„Zweibrücken liegt für uns als Pirmasenser Unternehmen vor der Haustür“, erklärt Dr. Marcus Ewig zur Eröffnung des Stores. Zur Kritik, dort werde Ware aus der aktuellen Saison angeboten, sagt er: „Wir bieten im Outlet in Zweibrücken ausschließlich Ware an, die in Pirmasens produziert wird und nicht unseren sehr strengen Qualitätsansprüchen entspricht.“ Dabei könne es sich auch um Modelle aus der aktuellen Kollektion handeln. „Die Schuhe weisen jedoch alle Produktionsmängel auf oder es handelt sich um Randgrößen“, stellt der Peter Kaiser-Geschäftsführer klar. Aktuell werden rund 3% der Produktion in Pirmasens aufgrund von Mängeln in das Outlet ’ausgeschleust‘.
Da Peter Kaiser derzeit noch keine Lagerkapazitäten zur Verfügung stehen, habe man zuvor für die 2.Wahl-Ware auf andere Vermarktungswege zurückgreifen müssen, etwa auf die Plattformen von Internetanbietern. Durch das Outlet habe das Unternehmen nun die Gelegenheit, die Ware zielgerichtet und mit einem angemessenen Markenauftritt abfließen zu lassen. Nach den ersten Wochen fällt das Fazit von Dr. Marcus Ewig positiv aus: „Der Store wird gut angenommen, es läuft gut an.“
Ladenbau von Weimann
Bei der Planung hat Peter Kaiser großen Wert auf die Gestaltung der insgesamt 81 qm umfassenden Verkaufsfläche gelegt. „Wir haben auf ein wertiges Shopkonzept geachtet, das der Corporate Identity von Peter Kaiser entspricht“, so Dr. Marcus Ewig. Die Elemente des Stores sind so geplant, dass sie auch in weiteren Filialen zum Einsatz kommen könnten.
Für den Ladenbau hat der Schuhhersteller mit Johann Weimann aus Selmsdorf bei Lübeck zusammengearbeitet. Zu dessen Kunden gehören im Schuhbereich u.a. Ecco, Görtz und Karstadt Sport mit seiner Sportschuhabteilung an verschiedenen Standorten. Für das Design zeichnet das Unternehmen Marcbetz Architektur aus Köln verantwortlich, das die Marke Peter Kaiser in Einrichtungselemente übersetzt hat. Weimann hat mit seinem Know-how die Vorgaben in ein modernes und funktionales Ladenbaukonzept umgesetzt. Dabei sei darauf geachtet worden, dass sich der Markenkern von Peter Kaiser – Qualität, Modernität, Internationalität und Unverwechselbarkeit – in der Ladeneinrichtung wiederfindet. Weimann hat dabei auf eine besonders hohe Handwerklichkeit gesetzt, die Schuhe werden in einer edlen Wohnzimmeratmosphäre präsentiert. Nur wenige Farben kommen zum Einsatz: Weiß leuchtende Regale sind in dunkelbraune Wandnischen integriert, weiß lackierte Möbel sind mit matt-schwarzen Füßen, die an die Tradition der Marke erinnern sollen, ausgestattet.
„Stores nur mit Partnern“
Weltweit gibt es Monolabelstores von Peter Kaiser bislang im jordanischen Amman und in Rotterdam. Für 2013 ist eine weitere Eröffnung in Saudi-Arabien geplant. „Für die Zukunft können wir uns aber auch für Deutschland und Europa vorstellen, gemeinsam mit unseren Partner im Handel weitere Stores zu realisieren“, sagte Dr. Marcus Ewig. Konkrete Pläne dazu gebe es derzeit jedoch nicht. Eine klare Absage erteilte der Geschäftsführer der Traditionsmarke der Eröffnung von eigenen Stores: „Das ist nicht geplant.“