Die The Platform Group AG befindet sich weiterhin auf Expansionskurs: Vergangene Woche noch begrüßte man die Luxuslabel Juli Closet in den eigenen Reihen, nun hat der Konzern-Vorstand beschlossen, seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich anzuheben. Anlass hierfür seien die bisherigen Akquisitionen, das erfolgreiche erste Quartal 2025 sowie das organische Wachstum und die gestiegene Anzahl der Partner.
Demnach soll das Bruttowarenvolumen (GMV) auf 1,3 Mrd. Euro statt auf 1,2 Mrd. Euro steigen. Gleichzeitig wird ein Nettoumsatz von 680 bis 700 Mio. Euro erwartet (bisherige Prognose: 590 bis 610 Mio. Euro). Durch die positive Ergebnisentwicklung und die Wirkung des umgesetzten Kosten- und Effizienzprogramms erwarte der Vorstand einen Anstieg des bereinigten EBTIDA auf 47 bis 50 Mio. Euro, statt 40 bis 42 Mio. Euro. Außerdem werden nun über 16.000 Partner erwartet statt, wie bisher angenommen, 15.000. Entsprechend soll auch die Zahl der angebotenen Produkte um mehr als 20% steigen. Derweil bleibt der Verschuldungsgrad, der sich als Verhältnis zwischen dem bereinigten EBITDA zu den Nettofinanzschulden definiert, bei 1,5 und 2,3.
Im Zuge der Erhöhung der Prognose passt die Platform Group auch die Planung für das Geschäftsjahr 2026 an. So erwartet der Vorstand ein GMV von 1,6 Mrd. Euro (statt 1,5 Mrd. Euro), einen Umsatz von mindestens 820 Mio. Euro (statt 700 Mio. Euro) und eine bereinigte EBITDA-Marge von zwischen 7% und 10% (unverändert).
„Das organische Wachstum unserer Plattformen und Investitionen ist stärker als erwartet, und die größere Anzahl von Einzelhändlern beschert uns ein Wachstum, das unabhängig von den Branchentrends positiv ist“, so CEO Dr. Dominik Benner. „Wir müssen daher unsere Prognose für das Jahr 2025 insgesamt deutlich anheben und halten ein Wachstum von über 30 % für ambitioniert, aber machbar. Wir behalten unsere Kostenstruktur sehr genau im Auge, so dass wir ein bereinigtes EBITDA von bis zu 50 Mio. EUR für machbar halten.“
Marcus Vitt, Vorstand der The Platform Group AG, ergänzt: „Wir sehen eine sehr gute Entwicklung unserer Beteiligungen und sind derzeit in der Lage, weitere antizyklische Akquisitionen in unseren Branchen zu tätigen. In Verbindung mit den Unternehmen, die nun im Mai 2025 zu unserer Gruppe stoßen werden, sehen wir in der angehobenen Prognose eine gute Basis, das Gesamtjahr mit einer sehr guten Performance abzuschließen. Und eventuelle Tariffragen betreffen unsere Gruppe nicht, so dass wir von den aktuellen Verwerfungen in diesem Bereich kaum betroffen sind.“