Der Nettoumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,7 % auf 421 Mio. Euro. Das Bruttowarenvolumen (GMV) erhöhte sich um 20,9 % auf 788,6 Mio. Euro. Beim bereinigten EBITDA verzeichnete die Gruppe ein Plus von 22,5 % auf 40,8 Mio. Euro.
Nach Angaben des Unternehmens wurde das Wachstum im ersten Halbjahr überwiegend organisch erzielt. TPG hatte für 2026 einen stärkeren Fokus auf die operative Entwicklung der bestehenden Plattformen angekündigt. Im Berichtszeitraum wurden zwei sogenannte Add-on-Akquisitionen abgeschlossen.
Besonders deutlich legte das Segment Consumer Goods zu, in dem unter anderem Aktivitäten in den Bereichen Schuhe, Mode, Accessoires und Luxus gebündelt sind. Das Bruttowarenvolumen stieg hier um 25,1 % auf 570,6 Mio. Euro, der Nettoumsatz um 29,4 % auf 281,1 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA des Segments erhöhte sich um 23,8 % auf 29 Mio. Euro. Zum Portfolio gehören unter anderem Schuhe24, Outfits24, Taschen24 und Fashionette. Ersteres sorgt aufgrund verspäteter Zahlungen seit mehreren Monaten immer wieder für Ärger unter Schuhhändlern.
Auch die Zahl der aktiven Kunden nahm zu. Sie lag im ersten Halbjahr bei 8,4 Mio. und damit 35,5 % über dem Vorjahreswert. Die Zahl der Bestellungen stieg um 17 % auf 6,2 Mio. Gleichzeitig erhöhte sich der durchschnittliche Bestellwert um 4 % auf 129 Euro.
„2026 ist für uns das Jahr der operativen Skalierung. Wir wachsen vor allem organisch, steigern unsere Profitabilität und generieren starke Cashflows“, so CEO Dominik Benner. Das Unternehmen will die Mittelzuflüsse unter anderem zur Reduzierung seiner Verschuldung und für weitere Investitionen nutzen.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt TPG seine Prognose. Erwartet werden ein Bruttowarenvolumen von rund 1,7 Mrd. Euro, ein Nettoumsatz von 1 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 70 und 80 Mio. Euro. Bereits zuvor hatte das Unternehmen seine Milliardenpläne bekräftigt.
Die angekündigte Übernahme der AEP Pharmagruppe ist bislang noch nicht abgeschlossen. Die kartellrechtliche Freigabe liegt seit Ende März vor, die Transaktion befindet sich nach Angaben von TPG weiterhin im Vollzugsprozess.