Mehr als 500 Kollektionen konnten in der im Parc de Floral gelegenen Location gesichtet werden. „Wir sind komplett ausgebucht und definitiv am Limit unserer Kapazitäten angelangt was die Location angeht“, berichtete Lucile Giraud, Communication Manager der Playtime. Aus dem Schuhbereich war eine interessante Mischung großer Namen wie Bisgaard, Galucci oder Naturino ebenso zu sehen wie kleinere Brands, darunter Sonatina, 10is und Nathalie Verlinden.
Playtime: Förderung von Nachwuchstalenten
Insbesondere der große Anteil sehr kreativer und unkonventioneller Kindermodehersteller und -designer fiel auf der Playtime einmal mehr ins Auge. Neben etablierten Marken in diesem Bereich – wie Mini Rodini, Bobo Choses oder Oeuf NYC – fanden sich auch viele Newcomer-Labels auf der Playtime ein, darunter das deutsche Brand Monkind und die französische Marke Malot. Überhaupt war der Anteil an neu ausstellenden Marken im Januar besonders hoch, wie die Messeleitung mitteilte: Mehr als 100 Hersteller und Designer nahmen zum ersten Mal an der Playtime teil.
Die Förderung junger Nachwuchsbrands sei ein wichtiger Aspekt des Playtime-Konzepts, berichtete Sébastien de Hutten, CEO der Playtime, im Vorfeld der Messe: „Wir möchten jungen Marken die besten Möglichkeiten geben, sich positiv zu entwickeln. Als wir vor rund zehn Jahren mit der Playtime in Paris angefangen haben, hatten wir schon einen sehr hohen Anteil völlig neuer Marken, die wir auf ihrem Weg zum Erfolg begleitet haben. Die Förderung junger Designer gehört einfach zu unserem Selbstverständnis.“ Ganz in diesem Sinne war auf der Messe der neue, rund 110 qm große ‘The New Comers’-Bereich geschaffen worden. Dieser befand sich hinter dem Nordeingang der Messe, in direkter Nähe zu den Hauptbesucherströmen. Vertreten waren hier beispielsweise die britische Marke Owa Yurika und das ungarische Brand Manuela Kids.
Bisgaard: „Die Playtime entwickelt sich sehr gut“
Der Anteil internationaler Besucher ist auf der Playtime traditionell vergleichsweise hoch. Konkrete Zahlen lagen bis Redaktionsschluss noch nicht vor, zur Januar-Ausgabe 2016 waren allerdings rund 7.500 Besucher zur Messe nach Paris gekommen. Der Anteil internationaler Besucher hatte bei 57% gelegen. Werte, die wohl auch für die diesjährige Ausgabe der Playtime erreicht werden dürften. Bisgaard-CEO Henrik Thomsen sagte beispielsweise: „Wir haben hier an eineinhalb Tagen schon mehr internationale Besucher am Stand begrüßen dürfen als auf jeder anderen Messe, an der wir teilnehmen. Die Playtime entwickelt sich sehr gut.“
„Berliner Ausgabe der Playtime wird anders“
Mit Blick auf die Meldung, dass die Playtime im Juli erstmals auch in Berlin stattfinden wird (schuhkurier berichtete), können die weiteren Pläne der Messe also mit Spannung erwartet werden. „Konkrete Details kann ich noch nicht nennen, aber wir werden die Bedürfnisse speziell deutscher Händler und Einkäufer sehr stark berücksichtigen“, so Lucile Giraud. „Es wird daher bestimmt eine ganz andere Messe als hier in Paris.“ Darüber hinaus soll die Playtime auch Besucher aus den ost- und nordeuropäischen Märkten anziehen, berichtet Giraud weiter. Die Playtime Berlin wird zunächst in einem deutlich kleineren Rahmen mit etwa 100 Ausstellern zeitgleich zur Berlin Fashion Week stattfinden.