Drinnen zeigten derweil rund 900 Brands ihre Kollektionen für kommenden Sommer, darunter auch viele neue interessante Schuhaussteller wie Flogg, Nylo oder Anthology Paris. Das Interesse an den Modethemen sei zwar vorhanden, aber noch sehr verhalten äußerten viele Aussteller gegenüber schuhkurier. “Aufgrund der schwierigen Saisons sind die Kunden aktuell sehr vorsichtig – sie beobachten lieber aus der Ferne”, stellte Rense Hekstra von Atelier di Sapato fest. Für Marc Zimmermann von Made by Heart ist die Atmosphäre zum Messeauftakt besser als gedacht: “Selbstverständlich sucht hier kaum einer nach Sandalen für den Sommer, aber mit gesunden Erwartungen gemessen, ist die Stimmung grundsätzlich nicht so schlecht.”
Zu den wichtigsten Schuhtrends für Frühjahr/Sommer 2014 gehören neben Sneakern in vielen verschiedenen Ausführungen auch lässige Loafer, sommerliche Espadrille-Variationen und Summerboots – allesamt sportive Casual-Themen. Insgesamt ist den Kollektionen eine starke Tendenz zu geschlossenen Modellen zu entnehmen – wenn Sandalen, dann müssen diese sehr extravagant sein. Weniger Keile und Plattformen und mehr feine Schnitte bestimmen die Silhouetten von Pumps & Co.
Viel Innovation ist dagegen bei Materialien, Oberflächen und Farben zu beobachten. Animal Prints, lebendige Materialkombinationen, Flechtungen und Lasercuts verleihen den Modellen interessante neue Optiken. Auffällig viele Allover-Prints von Camouflage über Blüten bis hin zu exotischen Fantasiedrucken zieren Sneaker, Pumps und sogar Booties. Metallics in vielen Abstufungen, Crashed-Optiken und Lack sorgen für dezenten Glanz. Entgegen den Prognosen zu einer deutlichen Farbreduzierung könnte man auf der Premium neben vielen ruhigen Grau-, Beige- und Nudetönen durchaus auch kräftige Farbakzente beobachten. “Wir glauben weiter an Farbe”, betont Lisa Shekel von dem Damenschuhlabel Shanibar und zeigt kräftige Erdtöne, aber auch satte Grün- und Gelbnuancen. Neben Schwarz-Weiß-Kontrasten und deutlich abgesofteten Pastellen durften Metallics in keiner Kollektion fehlen – ob als Dekoration, Finish oder Farbtupfer. “Ohne Metallics wird man kommenden Sommer wohl nicht auskommen”, fasste Christoph Siegel von Candice Cooper seine persönliche Trendprognose zusammen.