Vor rund einem Jahr wurde die regionale Suchplattform für Schuhe unter www.sabu.de live geschaltet. Über diese gemeinsame regionale Suchplattform für Schuhe sollen sich jedem Sabu-Händler zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten erschließen. Ziel war und ist es nach Angaben der Verbundgruppe in erster Linie nicht, E-Commerce zu betreiben, sondern stationär für mehr Frequenz zu sorgen und damit die Verbraucher in die Läden zu führen. Schließlich erwarten laut einer Umfrage zu Online- und Kundenbindungsthemen über 80% der Sabu-Mitglieder Unterstützung ihrer Verbundgruppe bei der Digitalisierung.
Neuerungen bei Sabu.de
Melanie Gladbach, Expertin für soziale Medien beim Ssabu, stellte den anwesenden Händlern die wichtigsten Neuerungen bei Sabu.de vor: individuell angepasste Händlerschaufenster, Markenseiten mit Händlerverkaufspunkten, Serviceseiten mit den Stärken des Einzelhandels vor Ort, ein Eventkalender zur Werbung für stationäre und regionale Veranstaltungen, die Händlertauschbörse für den vereinfachten Austausch von Einzelpaaren bzw. Artikeln, einer möglichen Verlinkung von Sabu.de und eigenem Online-Shop und nicht zuletzt das Zusammenspiel mit Google My Business. Mit für den einzelnen Händler denkbar geringem Aufwand will die Heilbronner Verbundgruppe damit den lokalen Handel unterstützen, um vom Kunden im Internet gefunden und von dort in den stationären Handel gelockt zu werden. In der anschließenden Diskussion habe es zahlreiche Ideen und Verbesserungsvorschläge für Sabu.de. Das größte Interesse der Händler besteht demnach an mehr und qualitativ besseren Produkt- und Bilddaten, einer Onlineshop-Lösung und der ’digitalen Regalverlängerung’, möglichst von den wichtigsten Lieferanten über ein gemeinsames Portal.
Rechtssichere Archivierung von Rechnungen im PDF-Format
Ein weiterer Baustein in der Digitalisierungsstrategie der Sabu GmbH ist das Elektronische Rechnungsportal, Thema von Martin Gottfried, Warenwirtschaftsprofi beim Sabu. In Zusammenarbeit mit der RAW Rechen-Anlagen West in Kreuzau wurde Anfang 2018 das Sabu-Rechnungsportal aktiviert. Ab diesem Zeitpunkt werden für alle Mitglieder Original-ZR-Rechnungen und ZR-Gutschriften direkt in das Rechnungsportal eingestellt und rechtssicher elektronisch archiviert. Der unabhängige und gegenüber den einzelnen Marktteilnehmern neutrale Dienstleister RAW arbeitet dabei eng mit der Industrie, der RSB Retail+Service Bank, Warenwirtschaftsanbietern und den Sabu-Händlern zusammen. Schon im ersten Jahr ist der Rationalisierungseffekt deutlich sichtbar: Von knapp 200.000 papierhaften Belegen im Jahr 2017 konnte die Papierflut in 2018 auf etwas über 100.000 Belege gesenkt und damit halbiert werden. Vor allem die großen Lieferanten waren schnell von den Vorteilen des digitalisierten Rechnungsversands überzeugt, denn rund 4/5 des ZR-Volumens laufen bereits über das Rechnungsarchiv von RAW.
Neues von den Sabu-Warenprogrammen
Bernd Schneider, Leiter des Einkaufs Vertragslieferanten, stellte auf den Regionaltagungen die Verbesserungen beim Sport-, Früheinteilungs- und Konditionenprogramm vor. So können z.B. die Artikel der Früh- und Sonderprogramme bei verschiedenen Lieferanten nun direkt beim jeweiligen Außendienst bis zu einem deutlich verlängerten Bestellschluss geordert werden. Eine lebhafte Diskussion entfachte Andreas Rauscher, Geschäftsführer der Agentur BSS Brand Communication Sachse Gerlach GmbH, die für die Heilbronner Verbundgruppe sämtliche Marketingaktivitäten entwirft und erstellt. Seine Agentur zeichnet auch für das Online-Vermarktungskonzept ’Knaller Kombi’ verantwortlich. Dabei geht es nicht um preisaggressive Angebote auf Sabu.de, sondern um den Verkauf besonderer Artikel zum UVP mit hochwertigen Zugaben. Rauscher warf die provokante Frage auf: „Ist es noch zeitgemäß, Deko- und Werbemittel saisonal zu konzipieren oder was brauchen Sie wirklich?“
Fazit von Stephan Krug
Stephan Krug zeigte sich mit den Ergebnissen der Regionaltagungen 2018 sehr zufrieden: „Wir haben eine Fülle an Anregungen und Ideen aber auch Kritikpunkte mitgenommen. Unsere Aufgabe ist es nun, diese zu sichten, zu quantifizieren und daraus ein qualitatives Maßnahmenprogramm, das möglichst vielen unserer Mitglieder nützt, zu schnüren.“