Der Aufsichtsrat und Vorstand der SABU eG von links: Lars Otto, Simon Tölle, Matthias Trautmann, Philipp Niemann, Rolf Wagner, Ulrich Rau (Foto: SABU Schuh-Verbund eG/Photojockey/Claudia Steinle)
SABU Immobilien GmbH und SABU eG
Das wird sie in naher Zukunft von einer neuen Adresse aus tun. Die SABU Immobilien GmbH hat am 30. Januar ein Bürogebäude in Kornwestheim zur Vermietung an die RSB GmbH erworben. Noch in diesem Jahr soll die Bank die neuen Büroräume beziehen. Die intern SABU Immo genannte Gesellschaft verfügt damit zum ersten Mal seit 2010 wieder über einen Immobilienbestand.
Die gesamte Genossenschaft hat mit den addierten Überschüssen der Gesellschaften insgesamt ein Ergebnis von 4,76 Mio. Euro erzielt. 2023 lag das Ergebnis nach kräftigem Anstieg bei 5,432 Mio. Euro. Ulrich Rau stellt die Sicht der Genossenschaft dar: „Nach dem kräftigen Anstieg zeigt sich 2024 eine leichte Konsolidierung. Dies ist vor dem Hintergrund eines nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds als robust zu bewerten.“ Besonders hervorzuheben sei, dass alle Gesellschaften weiterhin positive Ergebnisbeiträge leisten. Von den erwirtschafteten Gewinnen und den Beteiligungsanteilen errechnen sich dann – grundsätzlich um ein Jahr zeitversetzt – die Beteiligungserträge, die Dividenden an die Gesellschaften. 2024 wurden insgesamt 3,201 Mio. Euro an die Gesellschaften ausgezahlt, etwa doppelt so viel wie im Vorjahr (2023: 1,541 Mio. Euro). „Natürlich darf man sich darüber freuen. Fakt ist aber auch, dass die enorme Ergebnisverbesserung ’nur‘ die mageren Vorjahre ausgleicht. Euphorie wäre auch insofern fehl am Platz, da Sondereffekte infolge der Zinswende künftig wegfallen, das Zinsniveau sich abflacht, und die Marktgegebenheiten herausfordernd und angespannt bleiben“, ordnet Rau ein. 2025 werden aufgrund der wieder gesunkenen Gewinne auch die Beteiligungserträge wieder auf 2,745 Mio. Euro sinken. Der Bilanzgewinn lag 2024 bei 3,927 Mio. Euro. Die Dividende wurde nach Vorschlag durch Vorstand und Aufsichtsrat und Bestätigung durch die anwesenden Mitglieder wie im Vorjahr auf 8% festgelegt. Außerdem entlasteten die Mitglieder Vorstand und Aufsichtsrat. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich zu Ende 2024 um 70 reduziert. Dem stehen zehn Neuzugänge gegenüber. Die Abgänge seien jedoch vor allem auf die Kündigungen inaktiver Mitglieder zurückzuführen. Das lässt sich auch an der Anzahl der gezeichneten Geschäftsanteile belegen, die nur leicht von 14.501 auf 13.925 gefallen ist. So sind die SABU-Verantwortlichen mit der aktuellen Lage durchaus zufrieden. Die Verbundgruppe sei in der Lage, die Mitglieder auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit Mehrwerten und Stabilität zu unterstützen. Oder, wie Ulrich Rau erneut auf eine Rheinschiffer-Metapher zurückgreift: „Was uns auszeichnet, ist unsere Gemeinschaft. Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihr eigenes Schiff steuern – aber immer wieder im sicheren Hafen der SABU andocken. Für Austausch, für neue Werkzeuge, für Orientierung.“