Hell und freundlich ist der kleine Laden mit der goldenen Krone im Logo – und prall gefüllt mit allem, was die Herzen von kleinen und großen Modeliebhabern höher schlagen lässt. Bunte Shirts von Vingino, glitzernde Ballerinas von Pom d’Api oder süße Armbänder von Energie & Balance finden sich hier wie Sand am Meer.
Gute Qualität, bunte Farben und ein sportlich-cooler Style sind für Inhaberin Sandra Esser die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der Marken. Das kleine Schuhsortiment, in dem Labels wie New Balance, Ugg Boots oder Twin-Set zu finden sind, hat vor zwei Saisons Einzug in das Geschäft erhalten: “Die Kunden haben immer häufiger ein Komplettoutfit zusammengestellt. Beim Kauf einer Daunenjacke wurde gleich nach den dazu passenden Winterstiefeln gefragt. Dem wollte ich natürlich Rechnung tragen” , sagt Sandra Esser.
Die gelernte Einzelhandelskauffrau hat einen klassischen Weg eingeschlagen: Schon während ihrer Ausbildung war der Kinderfachbereich ihr Schwerpunkt, eine erste eigene Ladenfläche mit Kindermöbeln folgte dann im Jahr 2006 im Kölner Möbelhaus De Breuyn. Der Wunsch nach einem eigenen Kindermodegeschäft ließ sie aber über Jahre hinweg nicht los und mündete schließlich vor zwei Jahren in der Eröffnung von ‘Baby Kids Fashion’ im beschaulichen Köln-Junkersdorf.
Hier führt sie ihr kleines Geschäft mit viel Engagement und Herzblut – und mit Unterstützung ihrer Familie: So helfen ihre Schwester und ihr Sohn tatkräftig beim Verkauf mit, letzterer begleitet sie außerdem bei den saisonalen Orderterminen wie der Kleinen Fabriek in Amsterdam oder der Pitti Bimbo in Florenz. Derzeit plant Esser zudem, eine Zweigstelle in der Kölner Innenstadt zu eröffnen, auch eine Erweiterung des Sortiments um Damenmode steht auf ihrer Agenda.
Es ist eine ruhige Gegend, die Sandra Esser sich für ihr Kindermodegeschäft ausgesucht hat. Viele Stammkunden kommen zu Baby Kids Fashion, ein in der Nachbarschaft gelegenes Hotel sorgt außerdem immer wieder dafür, dass Touristen einen Abstecher in die Wilhelm-von-Capitaine-Straße machen. Regelmäßig werden Shopping-Abende mit verlängerten Ladenöffnungszeiten veranstaltet, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Meistens kommen die Eltern zwar alleine, um für ihre Kinder einzukaufen, sollte aber doch mal ein kleiner Anhang mit den Eltern auf Shoppingtour sein, stehen für diesen bunte Twinibikes und eine große DVD-Sammlung bereit. Social Media-Kanäle spielen für Esser eine wichtige Rolle in Sachen Kundenbindung: “Vor allem Facebook ist für mich mittlerweile unverzichtbar. Denn damit kann ich meine Kunden schnell und gezielt über besondere Aktionen, Reduzierungen etc. informieren.” Sogar ein SMS-Service, der beispielsweise über den Eingang von Nachlieferungen oder neuer Ware informiert, wurde vor einiger Zeit eingerichtet.
Langjährige Erfahrung
Inzwischen kann Sandra Esser auf eine Fülle an Erfahrungen im Kindermodebereich zurückblicken. Viel habe sich über die Jahre hinweg geändert – vor allem aber die Einstellung der Kunden. Diese würden nicht mehr so häufig “für die ganze Saison, sondern lieber spontan und nach Bedarf” shoppen.
Grundsätzlich nehme sie aber auch verstärkt eine veränderte Wertschätzung von (Kinder-)Mode wahr: “Ich finde es schade, dass heutzutage sehr wenig in Kinder investiert wird. Alles soll möglichst billig sein – und wird dann nach dreimal Tragen weggeworfen. Zum Glück habe ich zahlreiche nette Kunden, die viel Wert auf gute Kleidung für ihren Nachwuchs legen. Denn Kinder sind doch schließlich das Wichtigste, oder?”