Die Initiative Schuhhandel hat Zukunft gewährte Einblicke in den aktuellen Stand der verschiedenen Arbeitsgruppen. Aus „tief empfundener Frustration“, wie es beispielsweise Ingo Hänel beschreibt, entstanden im vergangenen Jahr mehrere Ideen, gemeinsam mit Handel, Industrie und Verbänden an verschiedenen Stellschrauben zu arbeiten. So etwa das Thema Warenwirtschaft: „Wir haben gemerkt, dass wir immer wieder über das Thema reden, aber nie etwas passiert ist“, denkt Roman Degenhardt zurück. „Jetzt sind wir schon weiter und arbeiten bereits an den nächsten Stationen, etwa wie Artikeldaten schneller aktualisiert werden und Salesreports an die Hersteller übermittelt werden können.
Zum Thema Effizienz und EDI findet Hänel ebenfalls wieder klare Worte: „Ich kann nicht alle Ineffizienten auflisten. Wir haben aber eine sehr gut besetzte Arbeitstruppe, die sich damit befasst, die wichtigsten Themen zu clustern und zu priorisieren.“ Dazu zählen vor allem die Stationen NOS, Digitale Schulungen von Personal, Quellenauszeichnung sowie Verlängerte Ladentheke. „Das Problem ist, dass die Schuhe viel zu lange an den Zentrallägern hocken. Der Lieferant liefert pünktlich, es dauert dann aber 4 Wochen, bis der Artikel etikettiert im Geschäft ist,“ erklärt Hänel zum Thema Quellenauszeichnung.
Auch das Thema Messen wurde besprochen, wenn auch sich die Initiatoren hier noch etwas bedeckt halten wollen. „Es ist ein dickeres Brett, aber wir sind dran“, so Degenhardt. Allgemein arbeite man in der Arbeitsgruppe an einer neuen Leitmesse für die Branche, die früher, also prinzipiell etwa Ende Januar, Anfang Februar, zu verorten sein soll. Hänel: „Es ist ein Herzensprojekt von allen, die daran arbeiten. Aber wir haben keinen Schuss frei und es muss alles passen, bevor wir etwas sagen können.“ Für 2025 bleibt Degenhardt jedoch optimistisch: „Aber ich sehe Chancen für 2025. Vielleicht aber nicht für das erste Halbjahr.“
Das letzte Thema war die Begehrlichkeit von Schuhen, die sich wieder geradegerückt wissen will. „Wir wollen im Kopf der Verbraucher verändern, wo der Schuh steht,“ erklärt Degenhardt. Auch hier arbeite man weiterhin aktiv an dem Thema. Fest steht: Die Branche muss wieder mehr beim Publikum ankommen.“