In der Frühjahrsausgabe des World Footwear Business Conditions Survey von World Footwear hat ein großer Teil der befragten Unternehmen angegeben, dass der Iran-Krieg ein erhebliches Risiko für die globale Schuhindustrie darstellt. 44,4 % der Befragten schätzen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch oder hoch ein, dass der Krieg negative Auswirkungen auf die Industrie in ihrem Land hat. Weitere 30,6 % stufen das Risiko als mäßig ein. Der Saldo zwischen pessimistischen und optimistischen Einschätzungen liegt bei 19 Prozentpunkten.
Jedoch ist die Wahrnehmung des Iran-Krieges regional unterschiedlich verteilt. Im nordamerikanischen Markt liegt der Saldo bei 50 Prozentpunkten, während er im europäischen Markt bei 44 Prozentpunkten ebenso überdurchschnittlich hoch ist. Dies deutet darauf hin, dass Unternehmen, die in diesen Regionen tätig sind oder diese beliefern, sich besonders anfällig für geopolitische Schocks im Zusammenhang mit dem Konflikt fühlen. Gründe dafür sieht World Footwear in der stärkeren Anfälligkeit gegenüber der globalen Finanzvolatilität, der Abhängigkeit von komplexen internationalen Lieferketten sowie einer engeren Ausrichtung an der Dynamik der US-Außenpolitik. Im Gegensatz dazu zeigen andere Regionen weniger pessimistische Erwartungen, was die Auswirkungen des Iran-Krieges angeht.