Die Verbraucherstimmung erholt sich laut NIM-Konsumklima, erhoben durch NIQ/GfK, zum Juni um 3,3 Punkte auf -29,8 Punkte. (Mai 2026: -33,1 Punkte). „Die Verbraucherstimmung beendet, zumindest für den Moment, ihren Sinkflug und erholt sich in diesem Monat wieder etwas“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Neben den deutlich verbesserten Einkommensaussichten stützen eine rückläufige Sparneigung sowie eine leicht zunehmende Anschaffungsneigung derzeit das Konsumklima. Die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten bleiben aber in der Grundtendenz bestehen und sind im Konsumklima weiterhin sichtbar.“
Die Einkommenserwartung, die sich infolge des Iran-Krieges eingetrübt hatte, erholte sich im Mai wieder auf -13,0 Punkte (April 2026: -24,4 Punkte). Da der Konflikt im Nahen Osten bislang nicht weiter eskaliert ist, scheint ein Teil der geopolitischen Unsicherheit inzwischen in den Erwartungen der Verbraucher eingepreist zu sein. Gleichzeitig deuten politische Signale auf mögliche Entlastungsmaßnahmen hin. Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass sich die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte aufgehellt haben. Insgesamt bleibt der Indikator jedoch deutlich im pessimistischen Bereich.
Die Anschaffungsneigung stieg leicht auf 13,2 Punkte (April 2026: -14,4 Punkte). Der Indikator, der sich ohnehin seit Längerem im Minus befindet, bleibt daher weiterhin eingetrübt und signalisiert, dass die Verbraucher es derzeit nicht besonders ratsam finden, größere Anschaffungen zu tätigen.
Die Sparneigung sank leicht auf +13,9 Punkte (April 2026: +16,1 Punkte). Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Im langfristigen Vergleich ist dieser Wert nach wie vor sehr hoch, allerdings etwas niedriger als noch zu Beginn des Jahres.
Die Konjunkturerwartung, die nicht in das Konsumklima einfließt, stieg leicht auf -11,2 Punkte (April 2026: -13,7 Punkte). Allerdings rechnet die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Vor dem Hintergrund der zuletzt mehrfach nach unten angepassten Wachstumsprognosen kann es jedoch als positives Signal gewertet werden, dass sich die Konjunkturerwartungen erholt haben. Dies dürfte im Kontext der deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen stehen.