„In den Innenstädten wird es für den stationären Handel ohne funktionierendes Standortmanagement schwer; nur Frequenz reicht nicht“, ist Schuhhändler Claus Heinrich überzeugt.
Von dieser Problematik besonders betroffen sind in Kiel neben der Heinrich-Filiale Nr. 1 am Alten Markt noch zwei weitere Standorte des Unternehmens, ein Geschäft in einem Innenstadt-Center der ECE, ein weiteres am anderen Ende der Einkaufsstraße. In beiden Läden wartet das Schuhhaus mit modischen Sortimenten auf, beginnend im konsumigen Bereich und endend in der gehobenen Mitte. Dennoch stagniert der Umsatz an diesen drei Standorten in letzter Zeit. Zugleich brummt es konstant im vierten Geschäft vor den Toren von Kiel, im CITTI-Park-Einkaufszentrum. Und die Filiale in der Holtenauer Straße etwas außerhalb der City, wo ein hochwertiges, konzentriertes Sortiment inklusive Kinderschuhen angeboten wird, floriert ebenfalls.
Zufrieden ist man auch mit dem Ecco-Store. Und die beiden Geschäfte in Flensburg – ebenfalls in einem CITTI-Park-Center – laufen aus Sicht von Claus Heinrich ebenfalls sehr erfreulich.
Was aber ist los in der Innenstadt von Kiel? „Wir erleben einen gewissen Niedergang der City“, erklärt der Händler. In den letzten Jahren wurde die Schuhhandelsfläche in Kiel um rund 4.000 qm vergrößert. Neue Marktteilnehmer traten auf den Plan, wollten ein Stück vom Kuchen und veränderten damit die Konkurrenzsituation. Das Ergebnis: ein Überangebot an Schuhen.
Zusätzlich sinken die Frequenzen und die Qualität der Besucher seit Jahren. Und damit einhergehend die Einnahmen. Das zehrt, zumal die Mietverträge an den Innenstadt-Standorten einen erheblichen Posten für das Unternehmen darstellen. Ob das alles dem Internet geschuldet ist? „Das wäre zu einfach“, sagt Claus Heinrich.
Das vollständige Portrait über das Schuhhaus Heinrich lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 44.