2014 war unterm Strich nicht so katastrophal wie streckenweise befürchtet – jetzt gilt es, sich für 2015 zu rüsten. Darin waren sich die Teilnehmer des schuhkurier Roundtable-Gespräches einig.
Für Dott. Giovanni Lacatena (Wortmann) steht fest: „Wir müssen uns alle zusammen und jeder sich für seinen Bereich mehr anstrengen“. Der Detmolder Hersteller setze verstärkt auf moderne Aussagen in seinen Kollektionen, um den Kunden in der H/W-Saison 2015/16 neue Impulse zu bieten.
Aus Sicht von Dr. Matthias Händle (Hamm/Reno) ist der Strukturwandel im Schuheinzelhandel in vollem Gange und dürfte sich auch 2015 verschärfen. An vielen Standorten sei ein Mietniveau erreicht, das mit Schuhen nicht mehr verdient werden könne. Gerade auch in der Peripherie gebe es massive Veränderungen an Standorten. Jedes Unternehmen, so Händle, müsse für diese komplexen Themen Strategien finden.
Menschen kaufen ’konzentrierter‘ ein
Heinzpeter Mandl (Leder & Schuh) sieht vor allem die Notwendigkeit, mit veränderten Frequenzen umzugehen. In 2014 sei dieser für Leder & Schuh spürbar gewesen. Es gelte, den Verbrauchern neue Impulse zu bieten, gerade weil heute konzentrierter eingekauft werde als noch vor einigen Jahren: „Es muss uns gelingen, Neues zu zeigen!“
Für Rudolf Hampl (Superfit/Legero) ist die Branche vor allem auch deshalb im Umbruch, weil es keine eindeutigen Rollen und klaren Vertriebskanäle mehr gibt. „Jeder macht alles“, so Hampl: Hersteller betreiben Online-Shops, Outlets rücken näher an die Innenstädte heran, Textilhändler verkaufen zunehmend Schuhe. Gerade im Kinderschuhbereich werde die Periode, in der zu regulären Preisen verkauft wird, immer kürzer.
Mit der schuhkurier Redaktion diskutierten Rudolf Hampl (Legero/Superfit), Ralf Grossmann (Gerli Dockers), Dott. Giovanni Lacatena (Wortmann), Martin Hübner (Mephisto), Ralph Hanus (Sabu), Dr. Matthias Händle (Hamm/Reno) und Heinzpeter Mandl (Leder & Schuh AG)
Einen ausführlichen Bericht über das Roundtable-Gespräch lesen Sie in der kommenden Ausgabe von schuhkurier.