Die Schuhpreise in den USA haben im April deutlich angezogen. Das berichtet das US-amerikanische Branchenmedium Footwear News. Laut aktuellen Daten stiegen die Verkaufspreise im Jahresvergleich um 4,2 % – der stärkste Anstieg seit 43 Monaten. Damit lagen die Zuwächse über denen in acht der vergangenen neun Monate.
Nach Angaben der Footwear Distributors and Retailers of America (FDRA) beschleunigt sich die Preisentwicklung bereits seit mehreren Monaten. So war April bereits der vierte Monat in den letzten fünf Monaten, in dem sich die Preisanstiege verstärkt haben. Betroffen sind alle zentralen Marktsegmente.
Besonders stark entwickelten sich die Preise im Damenbereich, die um 4,5 % zulegten – der neunte Anstieg in Folge und der höchste Wert seit 42 Monaten. Herrenschuhe verteuerten sich um 3,9 %, ebenfalls auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Auch Kinderschuhe legten um 3,9 % zu und erreichten damit den stärksten Anstieg seit 35 Monaten.
Als wesentlicher Treiber gelten steigende Importkosten. Laut FDRA liegt der durchschnittliche Einstandspreis inklusive Zöllen pro Paar Schuhe im ersten Quartal um 13,7 % über dem Vorjahr. „Diese jüngsten Zahlen bestätigen unsere frühere Einschätzung, dass sich der Preisdruck im Jahr 2026 durch die gesamte Lieferkette der Schuhbranche bis in die Regale der Geschäfte und in die Geldbörsen der Schuhkäufer auswirken wird“, erklärt Gary Raines, Chefökonom der FDRA.
Parallel dazu zieht auch die allgemeine Inflation an. Der Verbraucherpreisindex stieg im April um 3,8 % gegenüber dem Vorjahr und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2023. Besonders Energiepreise wirken als Preistreiber und legten innerhalb eines Jahres um 17,9 % zu.
Trotz steigender Preise bleibt der Markt stabil: Laut Marktforschungsdaten wuchs der US-Schuhmarkt im ersten Quartal 2026 um 1 Prozent. Während die verkauften Stückzahlen leicht rückläufig waren, sorgten höhere Durchschnittspreise weiterhin für Umsatzwachstum.