Insgesamt lag der Schweizer Einzelhandel in den ersten sechs Monaten mit 1,9% im Minus. Während im Lebensmittelhandel ein Umsatzrückgang von 1,3% verzeichnet wurde, liegt dieser in Non-Food-Bereich bei 3,2%. Für den Bereich Fashion/Schuhe wurde ein Minus in Höhe von -4,2% verzeichnet. „Der Bereich Bekleidung und Schuhe läuft noch schlechter als der übrige Detailhandel“, erklärte Klaus Abberger, Leiter Konjunkturumfragen an der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, gegenüber der NZZ. Der Druck werde vorerst nicht nachlassen. In den vergangenen fünf Jahren hat die Modebranche in der Schweiz rund 10% Umsatz verloren, 2014 waren es noch 9,9 Mrd. Franken.
Neben der Aufhebung des Euromindestkurses, der zu stark fallenden Preisen geführt hat, setzt der zunehmende Onlinehandel dem stationären Handel in der Schweiz zunehmend zu. Im vergangenen Jahr bestellten die Schweizer Bekleidung und Schuhe im Wert von 1,3 Mrd. Franken online – ein Drittel mehr als vor fünf Jahren. Laut einem Bericht der NZZ hofft etwa das Label Navyboot Ende August auf dem Umsatzniveau des Vorjahres zu liegen. Beim Filialisten Pasito-Fricker geht man dagegen von einem Minus im höheren einstelligen Bereich aus.