Wie der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, Holger Rhode, am 29. August mitteilte, soll am kommenden Samstag in den meisten Geschäften der letzte Verkaufstag laufen. Etwa fünf Filialen könnten eventuell noch darüber hinaus geöffnet bleiben, um Restposten zu verkaufen.
Die Beschäftigten sind laut Rhode am Dienstag dieser Woche über das Vorhaben informiert worden. Die meisten von ihnen erhalten noch im September die Kündigung. Der Rechteinhaber von Marke und Waren, ein Private-Equity-Fonds in den USA, habe kein Interesse gehabt, beides an einen neuen Investor zu übertragen oder eine Lizenz zu vereinbaren, zitiert der „Spiegel“ den vorläufigen Insolvenzverwalter.
Im Hinblick auf Standorte und Personal laufen offenbar Gespräche mit einem Modefilialisten. Dieser müsste sich im Falle eines Investments mit den Vermietern der Immobilien einigen. Die Hälfte der Standorte befinden sich in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Die Scotch & Soda Retail GmbH, deutsche Tochter der niederländischen Modemarke, hatte im Juni beim Amtsgericht in Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Der ebenfalls insolvente Mutterkonzern in den Niederlanden hatte den Geschäftsbetrieb bereits vor einiger Zeit eingestellt.