Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz hat beim Amtsgericht Halle (Saale) Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Betroffen ist auch die zuständige MTH Retail Services (Germany) GmbH. Trotz der finanziellen Schieflage soll der Geschäftsbetrieb in den rund 180 Filialen zunächst weiterlaufen.
Im Zuge der Restrukturierung will das Unternehmen sämtliche Standorte auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit überprüfen. Filialschließungen sind dabei nicht ausgeschlossen. Welche Standorte konkret betroffen sein werden, ist derzeit noch offen. Die rund 1200 Beschäftigten erhalten für drei Monate Insolvenzgeld.
Mäc Geiz begründet den Schritt mit der anhaltenden Konsumzurückhaltung, steigenden Lebenshaltungskosten und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Zusätzlich habe die Kündigung der Warenkreditversicherung die Situation verschärft. Damit gerät ein weiterer Player im preisorientierten Einzelhandel unter Druck – ein Segment, das eigentlich als Profiteur schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gilt.
Erst kürzlich hatte die Kodi Beteiligungs GmbH die Kette übernommen. Zuvor gehörte Mäc Geiz zur österreichischen MTH Retail Group. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben. Mäc Geiz konkurriert im Non-Food-Bereich unter anderem mit Anbietern wie Action, Tedi und Woolworth.