Im Jahr 1863 gründete der Schuhmacher Carl Semler seinen eigenen Betrieb, der sich aus einer handwerklichen Fertigung bis heute zu einem Unternehmen gewandelt hat, das Tradition und Moderne gekonnt vereint. “Wir sind sehr stolz auf das, was im Laufe der Unternehmensgeschichte geschaffen wurde”, sagt Geschäftsführer Stefan Markert, der für Finanzen und Personal verantwortlich zeichnet.
Qualität, Passform und Fachhandelstreue seien die Elemente, auf denen die Philosophie von Semler fußt. Immer schon. Und das soll auch so bleiben. Bei den Macharten setzt man auf California und Ago – Fertigungstechniken, die sich nach Einschätzung von Jürgen Becker, der Produkt und Vertrieb verantwortet, optimal gerade für Komfort- und Wellnessschuhe eignen. Unverzichtbar ist aus Sicht der Geschäftsführer das Angebot an Untergrößen. Semler arbeitet mit einem Größenspektrum von 1 bis 12. Zudem werden drei verschiedene Weiten (G, H, K) angeboten. Damit kann das Verkaufspersonal beim Kunden punkten – und das ist aus Sicht von Becker und Markert auch in Zukunft die Strategie.
“Wir setzen klar auf den Fachhandel”, betont der Schuhexperte. Man lege großen Wert auf eine “saubere” Vertriebspolitik. Mit vielen Händlern bestehen langjährige Partnerschaften, basierend auf Verlässlichkeit, Vertrauen und Fairness. Schnelle Umsätze über undurchsichtige Internetkanäle sind die Sache der Semler-Geschäftsführung nicht. Produziert wird neben Deutschland im eigenen Werk in Ungarn. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen 150 Mitarbeiter, in Ungarn arbeiten 350 Beschäftigte.
Deutschland ist der größte Markt für Semler, gefolgt von der Schweiz, Österreich, Benelux und Russland. “Aber man findet uns überall auf der Welt”, ergänzt Jürgen Becker. So haben auch Kundinnen in Kanada, den USA und Japan Freude an den Schuhen der Pirmasenser Marke. 120 Modelle pro Saison werden von Semler neu entwickelt, mit einer modischen, aber “nicht abgehobenen” Attitüde, aus hochwertigen Materialien und in bester Verarbeitung.