Wie wird unsere Shopping-Welt in zwanzig Jahren aussehen? Welchen Einfluss haben Digitalisierung, Ressourcenknappheit und gesellschaftlicher Wandel auf unser Kaufverhalten? Die QVC Zukunftsstudie Handel 2036: ’Wie kauft Deutschland übermorgen ein?‘ zeigt auf, wie die Shopping-Welt in 20 Jahren aussehen könnte – und was die Deutschen davon halten.
07.06.2017
MIchael Frantze
2 Minuten
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Viele Deutschen können sich schon heute gut vorstellen, im Jahr 2036 in viertuelle Einkaufswelten einzutauchen, durch Roboter beraten zu werden oder im Online-Chat mit der besten Freundin gemeinsam zu shoppen.
Was im Gaming-Bereich längst Realität ist, wird auch die Shoppingwelt von morgen prägen: Augmented und Virtual Reality. Und das Interesse in Deutschland ist groß – besonders bei jüngeren Konsumenten, wie die Ergebnisse der aktuellen QVC Zukunftsstudie zeigen.
Shoppingtag der Zukunft: Im Chat statt ’Face to Face‘
Freunde und Familie bleiben als Ratgeber relevant. Ob sie beim Shoppen live an unserer Seite oder tausende Kilometer entfernt sind, spielt allerdings kaum eine Rolle. Jeder fünfte Deutsche (19%) und rund ein Viertel der Generation Y malt sich schon heute aus, künftig „gemeinsam im Online-Chat oder in der virtuellen Realität shoppen zu gehen“. Dank neuer technischer Möglichkeiten verändert sich jedoch nicht nur die Art, wie wir in Zukunft shoppen, sondern auch die Rolle des klassischen Verkäufers. Die QVC Zukunftsstudie zeigt, dass er zunehmend Konkurrenz von digitalen Assistenten erhalten wird. So hätte rund jeder vierte Deutsche (23%) nichts dagegen einzuwenden, in Zukunft eine Beratung durch Computer, Avatare, Holografien oder Roboter zu nutzen – vorausgesetzt der Service stimmt. Jeder Zweite (48%) stimmt dem Statement zu: „Wenn der Service gut und freundlich ist, ist mir egal, ob dahinter ein Computer oder ein Mensch steckt.“
Trotz Digitalisierung geht nichts ohne menschliche Nähe
Avatare simulieren Menschlichkeit, Augmented und Virtual Reality schaffen neue Räume für Interaktion – parallel zur Technologisierung und Robotisierung wächst unter den Deutschen der Wunsch nach echten Erfahrungen. Der QVC Zukunftsstudie zufolge ist sich die große Mehrheit (77%) über alle Generationen hinweg einig: „Gerade weil so viel in Zukunft virtuell abläuft, werden Erlebnisse in der realen Welt umso wertvoller.“
Für Trendforscher und Studienleiter Professor Peter Wippermann ein spannendes Ergebnis, denn es zeigt: „Je stärker wir in virtuelle Welten eintauchen, desto wichtiger wird menschliche Nähe." Ein Aspekt, von dem Handelsunternehmen und Marken profitieren können, schätzt Matthias Bork, CEO von QVC Deutschland: „Händler müssen für das Shopping 2036 Erlebniswelten schaffen, die den Konsumenten emotionale Erfahrungen bieten.“
Die an der QVC-Zukunftsstudie teilgenommenen Experten waren Prof. Dr. Norbert Bolz, Robert Heinemann, Jürgen Müller, Dr. Kirstin Brodde, Matthias Bork, Dr. David Bosshart, Michael Schuster, Alexander Taro Zerdick, Prof. Peter Wippermann, Dr. Gerd Wolfram und Anne M. Schüller.