Über die letzten zwei Dekaden wurden durchschnittlich über zehn Center pro Jahr eröffnet wurden, im Rekordjahr 2001 alleine 21. Im vergangenen Jahr waren es dagegen nur drei neue Shopping-Center. Es sei zu erwarten, dass künftig die Revitalisierungen der bestehenden 479 Center in Deutschland mit einer Gesamtfläche von 15,4 Mio. qm mehr Investitionen bedürfen als die Neubauten, teilt das EHI mit. “Wenn ein Shopping-Center heute Konsumenten anlocken möchte, geht das nur mit einer Profilierung über Aufenthaltsqualität und Mietermix – das bedeutet also mehr Aufwand bei mehr Wettbewerb”, beschreibt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung im EHI, die Ausgangssituation für Verbraucher und Center.
Mit den Mercaden in Dorsten, der Ems-Galerie in Rheine und Q6/Q7 in Mannheim bleiben alle neuen Center in 2016 unter einer Fläche von 20.000 qm. Für 2017 sieht die Planung laut EHI noch zurückhaltender aus. Aus dem Planungsstand sei noch nicht ersichtlich, ob die vier angedachten Objekte überhaupt Shopping-Center werden oder sich dann doch ein oder zwei als Fachmarktcenter herausstellen. Fakt ist, dass die Planungen in Stuttgart, Halver und Neutraubling mit 11.000 qm eher klein sind und ein viertes in Weil am Rhein ebenfalls unter 20.000 qm bleibt. Es werden aber nicht nur die Flächen der Center kleiner. Auch die Städte, in denen sie eröffnet werden, sind eher mittlerer Größenordnung.